02.10.2013 | Von Die Stiftung

Uruguay, Costa Rica und Chile auf den vorderen Plätzen

Die strukturell bedingten Demokratiedefizite in Lateinamerika und ihre Folgen haben sich seit dem letzten Jahr weiter verstärkt. Das zeigt der aktuelle Demokratie-Index Lateinamerika IDD-Lat 2013, der gestern durch die Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) vorgestellt wurde. Die größten Risiken liegen – wie in den Vorjahren – in der zunehmenden Gewalt durch das organisierte Verbrechen, in der Schwäche der institutionellen Kontrollmechanismen der Demokratie und im politischen Messianismus als Führungsphänomen. Als positiv ist aber die anhaltende politische Partizipation der Bürger in demokratischen Prozessen zu verzeichnen. Am besten schneiden 2013 Uruguay, Costa Rica und Chile ab, auf den hinteren Plätzen finden sich Honduras, die Dominikanische Republik, Paraguay, Guatemala und Venezuela.

Die Messung des IDD-Lat umfasst insgesamt 18 Länder Lateinamerikas und wird auf der Grundlage folgender Dimensionen erstellt: Grundvoraussetzungen der Demokratie, Achtung der politischen Rechte und der Bürgerfreiheiten, Qualität der Institutionen und politische Effizienz sowie Regierungsfähigkeit, bezogen auf die Umsetzung wohlstands- und wachstumsfördernder Politikkonzepte.

www.kas.de

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