13.09.2016 | Von Die Stiftung

Wachsende Kinderarmut in Deutschland

Rund 2 Mio. Kinder in Deutschland lebten 2015 in Familien, die auf Grundsicherung angewiesen waren. Seit 2011 ist das ein Anstieg um 0,4%, meldet die Bertelsmann Stiftung.

Rund 2 Mio. Kinder in Deutschland lebten 2015 in Familien, die auf Grundsicherung angewiesen waren. Seit 2011 ist das ein Anstieg der Kinderarmut um 0,4%, meldet die Bertelsmann Stiftung.

Besonders betroffen sind demnach Kinder mit nur einem Elternteil oder zwei und mehr Geschwistern, die in Großstädten leben. Für 57% von ihnen ist die Armut ein Dauerzustand von mehr als drei Jahren.

Während im Osten die Quote sank, stieg sie im Westen leicht: Den stärksten Anstieg gab es in Bremen, im Saarland und in Nordrhein-Westfalen. Doch auch in den Bundesländern mit den niedrigsten Quoten wie Bayern, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz wuchs die Kinderarmut.

Die Daten basieren auf Berechnungen auf der Grundlage der Statistik der Bundesagentur für Arbeit (Arbeitsmarkt in Zahlen, Kinder im SGB II), so die Stiftung. Ihre eigene darauf aufbauende Studie zeige, je länger Kinder in Armut leben, desto negativer sind die Folgen: So seien verglichen mit Gleichaltrigen aus Familien mit gesichertem Einkommen arme Kinder häufiger sozial isoliert, materiell unterversorgt und gesundheitlich beeinträchtigt. Außerdem sei der Bildungsweg armer Kinder weitaus belasteter.

www.bertelsmann-stiftung.de

Artikel teilen