26.07.2012 | Von Die Stiftung

Wirksamkeit des deutschen Stiftungssektors stark ausbaufähig

Die Wirksamkeit des deutschen Stiftungssektors ließe sich um 300% steigern, wenn die Stiftungen nur 3% ihres Gesamtvermögens zweckbezogen anlegen würden. Das ist das Ergebnis einer heute vorgestellten Studie zum Thema „Mission Investing im deutschen Stiftungssektor“, die der Bundesverband Deutscher Stiftungen in Partnerschaft mit dem Recherche- und Informationsdienstleister Impact in Motion erarbeitet hat. Die Publikation beschreibt erstmals, wie Stiftungen ihr Kapital wirkungsorientiert anlegen können.

Auffällig ist der Trend zu Anlagestrategien, die im Einklang mit den gemeinnützigen Stiftungszwecken stehen: 45% der befragten Stiftungen können sich vorstellen, künftig soziale, ökologische und ethische Kriterien bei der Anlageentscheidung einzubeziehen. „Die Hebelwirkung liegt darin, dass die Stiftung ihr Kapital doppelt wirken lassen kann: Zum einen erzielt sie eine marktübliche Verzinsung und zum zweiten eine Gemeinwohlwirkung, etwa in Form von zusätzlichen Pflegeplätzen oder Studiendarlehen“, sagt Melinda Weber, eine der beiden Autorinnen der Studie,.

Für die Untersuchung wurden die 200 kapitalstärksten deutschen Stiftungen befragt.

www.stiftungen.org

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