17.02.2015 | Von Die Stiftung

Zukunft von East Side Gallery bleibt unklar

Der Bund wird nicht für den Erhalt der East Side Gallery in Berlin zahlen: Sie sei kein „nationaler Gedenkort“ im Sinne des Gedenkstättenkonzepts des Bundes, sondern ein international bekannter Berliner Kulturort, heißt es.

Der Bund wird nicht für den Erhalt der East Side Gallery in Berlin zahlen: Sie sei kein „nationaler Gedenkort“ im Sinne des Gedenkstättenkonzepts des Bundes, sondern ein international bekannter Berliner Kulturort, heißt es. Deshalb werde die East Side Gallery nicht in die zentrale Stiftung zum Mauergedenken, die Stiftung Berliner Mauer, aufgenommen. Damit ist weiterhin unklar wer die Finanzierung für die Pflege des Mauerstücks zwischen Friedrichshain und Kreuzberg übernimmt.

Die Mauerstiftung würde sich gerne um die East Side Gallery kümmern. Das hatte deren Direktor, Axel Klausmeier, mehrfach bekräftigt. Allerdings müsste die Stiftung dann vom Bund entsprechend finanziell ausgestattet werden, um das Reststück des DDR-Grenzregimes auch zu einem Ort der historisch-politischen Bildung machen zu können, so Klausmeier.

Derzeit befindet sich die ehemalige Hinterlandmauer noch im Besitz des Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg. Der Bezirk möchte die berühmte Open-Air-Galerie der Stiftung Mauer übertragen, weil für den Unterhalt nur begrenzt Mittel aus der Bezirkskasse zur Verfügung stehen.

Die 1990 und 2009 von Künstlern bemalte und heute unter Denkmalschutz stehende East Side Gallery ist mit 1.316 Metern das längste noch erhaltene Stück der Berliner Mauer. Bis zum Mauerfall 1989 trennte es den Ost-Berliner Stadtteil Friedrichshain von Kreuzberg in West-Berlin. Sie ist heute eine der touristischen Hauptattraktionen der Stadt.

www.stiftung-berliner-mauer.de

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