10.07.2020 | Von Die Stiftung

Menschen für Menschen: Christian Ude gibt Vorsitz im Stiftungsrat ab

Seit 2007 war Christian Ude für die Stiftung Menschen für Menschen in Gremien aktiv, nun tritt der frühere Münchener Oberbürgermeister nach vier Jahren als Vorsitzender des Stiftungsrats ab. Einen Nachfolger nennt die Stiftung noch nicht. Auch im Vorstand gibt es eine Veränderung: Benjamin Freiberg folgt auf Klaus-Peter Renner.

Christian Ude (links) gibt den Vorsitz des Stiftungsrats ab, Benjamin Freiberg wird neues Vorstandsmitglied. Fotos: Henning Schlottmann (User:H-stt), Christian Ude 8771, CC BY-SA 4.0/Menschen für Menschen

Führungswechsel bei der Stiftung Menschen für Menschen: Christian Ude hat den Vorsitz des Stiftungsrats abgegeben. Ein Nachfolger ist noch nicht bekannt. Der frühere Oberbürgermeister habe die Arbeit der Stiftung zunächst in seinem Amt unterstützt, so „Menschen für Menschen“, ab 2007 war Ude dann Mitglied des Kuratoriums. Nach dem Tod des Gründers Karlheinz Böhm trat er 2014 in den Stiftungsrat ein, dessen Vorsitzender er 2016 wurde.

Karlheinz Böhms Aufforderung im Gästebuch

2003, so die Pressemitteilung, habe Böhm ins Gästebuch der Stadt München die Aufforderung geschrieben „Lassen Sie uns zusammen einen Weg gehen als Menschen für Menschen!“. Kurz darauf sei die erste Reise in die Projektgebiete der Äthiopienhilfe gefolgt. „Weitere Reisen folgten – seinen Aufgaben in der Stiftung entsprechend und stets begleitet von einer umfangreichen medialen Berichterstattung, die der Organisation sehr viel positive Aufmerksamkeit verschaffte.“ In den letzten Jahren habe Ude dabei vor allem die Perspektiven für Afrika durch integrierte ländliche Entwicklungsprogramme sowie Aufforstungskampagnen in den Vordergrund gerückt.

Auch die zunehmende Bedeutung staatlicher Fördermittel habe er vor Ort in den Projekten gewürdigt, die vom BMZ, von der GIZ oder der Bayerischen Staatskanzlei finanziert werden. „Als Münchner Stadtoberhaupt und Präsident des Deutschen Städtetages rührte er in 2006 und 2011 federführend die Werbetrommel für die bundesweiten Städtewetten-Aktionen, durch die äußerst öffentlichkeitswirksam jeweils mehrere Millionen Euro zusammenkamen.“

Über Äthiopien hinaus

Als Vorsitzender des Stiftungsrates, der als Kontrollorgan satzungsgemäß unter anderem den operativen Vorstand bestelle sowie über das alljährliche Budget und die strategische Ausrichtung der Organisation beschließe, habe Ude sich stets dafür engagiert, das Lebenswerk Böhms zeitgemäß weiterzuentwickeln und es dadurch langfristig auf ein stabiles Fundament zu stellen. „Er leitete daher unter anderem eine Satzungsergänzung in die Wege, die auch Projekte in den Nachbarländern von Äthiopien zulässt und moderne Transparenz und Kontrollmechanismen etabliert“, so die Stiftung. Zuletzt habe er sich dafür eingesetzt, die Arbeit am Horn von Afrika stark im Vorstand zu verankern und gleichzeitig die Administration nach einer Übergangszeit zu verschlanken.

Neues Vorstandsmitglied

Auch im Vorstand kommt es zu einer Veränderung. Benjamin Freiberg stößt zum Gremium hinzu und folgt auf Klaus-Peter Renner, dessen Vorstandsmandat auslaufe. Freiberg war seit 2014 stellvertretender Landesrepräsentant von Menschen für Menschen in Äthiopien. Bei der Stiftung habe er 2012 als Koordinator für alle Bildungsprojekte angefangen und sei schon in dieser Rolle viel in den Projektgebieten vor Ort unterwegs. „Er lebt seit 2009 in Äthiopien, wo er die ersten Jahre für die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit als Büroleiter des Präsidenten der Adama University aktiv war. Er hat einen MA in Politik und Volkswirtschaftslehre der Universität Mannheim.“

Mit der Neubesetzung ensteht folgende Konstellation: Innerhalb des neuen Vorstands der Stiftung Menschen für Menschen (München) werde sich Sebastian Brandis als Sprecher um alle Formen der Einnahmen, Öffentlichkeitsarbeit und die enge Verzahnung mit der Projektarbeit in Äthiopien kümmern, Benjamin Freiberg werde den Bereich der Finanzen, Einkauf, IT und Administration verantworten. Martin Hintermayer werde weiterhin im Wesentlichen Rechts- und Personalfragen betreuen.

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