03.02.2020 | Von Die Stiftung

Neue Stiftung für katholische Medienarbeit

Der frühere Papst Benedikt XVI. hat die „Tagespost-Stiftung für katholische Publizistik“ gegründet. Sie soll angehende Journalisten unterstützen. Die „Gesellschaft katholischer Publizisten“ sieht die Gründung kritisch und stellt Fragen zur Stoßrichtung.

Benedikt XVI. im Jahr 2017 auf dem Petersplatz in Rom. Foto: Marek.69 talk, Pope Benedict XVI, CC BY-SA 3.0

Gemeinsam mit der gleichnamigen Wochenzeitung solle die „Tagespost-Stiftung für katholische Publizistik“ eine unabhängige Institution sein, „die gezielt in die Ausbildung katholischer Nachwuchsjournalisten investiert, bioethisch relevante Rechercheprojekte finanziert und katholischen Medien zu mehr Reichweite und Gehör verhilft“, so die Tagespost. Vorsitzender der Stiftung ist Norbert Neuhaus, von 1989 bis 1999 Generalsekretär von „Kirche in Not International“.

Journalismus vs. Öffentlichkeitsarbeit

Kritik kommt von der „Gesellschaft katholischer Publizisten“ (GkP): Es verwundere, dass Benedikt XVI. erhebliche Mittel „am Institut zur Förderung des publizistischen Nachwuchses“ (ifp) – und damit an der Deutschen Bischofskonferenz – vorbei einem einzelnen Medium anzuvertrauen gedenke. Die Stiftung will 2020 rund 450.000 Euro für Medien- und Bildungsprojekte einsammeln und bereitstellen. „Wenn es tatsächlich um eine Ausbildung zum Journalismus geht, dann freuen wir uns“, so Helmut Rakowski, Geistlicher Leiter der katholischen Journalistenschule, gegenüber dem Domradio. „Wenn es aber darum geht, die Öffentlichkeitsarbeit der Kirche zu unterstützen, dann gehen wir einfach auf zwei verschiedenen Schienen.“

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