09.08.2017 | Von Die Stiftung

Neuer Aufsichtsratschef der VMLS Hanau hat christlichen Ansatz und Verjüngung im Blick

Norbert Reichhold kennt die Vereinte Martin Luther + Althanauer Hospital Stiftung Hanau (VMLS) seit Jahren, hat sie etwa als Anwalt bei einer Zulegung betreut. Nun tritt der 61-Jährige als Vorsitzender des Aufsichtsrats in die Fußstapfen von Alfred Merz.

Dr. Norbert Reichhold, Präsident der IHK Hanau Gelnhausen Schlüchtern, hat den Vorsitz des Aufsichtsrats am 1. Juli übernommen. Foto: VMLS

Zum 1. Juli hat es einen Wechsel an der Spitze der Vereinte Martin Luther + Althanauer Hospital Stiftung Hanau (VMLS) gegeben: Wie die Stiftung mitteilt, folgte auf Alfred Merz Dr. Norbert Reichhold als Vorsitzender des Aufsichtsrats. Merz, der seit 2003 in den verschiedenen Gremien der Stiftung ehrenamtlich tätig war, schied mit Erreichen des 70. Lebensjahres auf eigenen Wunsch aus. Unter anderem für sein langjähriges Engagement in dem diakonischen Altenhilfe-Unternehmen erhielt der Sparkassendirektor i.R. im vergangenen Jahr das Bundesverdienstkreuz. In seine Wirkungszeit fielen beispielsweise die Übernahme notleidender Einrichtungen der Diakonie in Schlüchtern und Bad Salzschlirf, die Entwicklung von Häusern in Schöneck, Gelnhausen und Hanau sowie die Zusammenführung der damaligen Martin Luther Stiftung mit der Stiftung Althanauer Hospital zur VMLS.

Mit Stiftung seit Jahren vertraut

Mit dem Präsidenten der Industrie- und Handelskammer Hanau Gelnhausen Schlüchtern übernimmt ebenfalls kein Unbekannter die Geschicke der Aufsichtsorgane: Norbert Reichhold trat bereits im Herbst 2009 in den damaligen Verwaltungsrat ein und begleitete die Zulegung der beiden Stiftungen auch fachlich mit der Kanzlei, in der er als Fachanwalt für Steuerrecht tätig ist Dieser Prozess, der mit einigen Besonderheiten auf großes Interesse bei den Genehmigungsbehörden stieß, zog sich über rund zwei Jahre – erst im Januar 2015 war die Zulegung komplett vollzogen. Kein Wunder also, wenn Reichhold sagt, er kenne die Stiftung gut und habe daher auch gerne das Amt des Aufsichtsratsvorsitzenden angenommen. „Meine persönliche und berufliche Planung für die nächsten Jahre ist abgeschlossen, eine Nachfolge in der Kanzlei geregelt“, sagt der 61-Jährige, „das gibt mir die innere Ruhe, dieses Amt zu übernehmen.“

Junge Menschen gewinnen

Der verheiratete Vater zweier erwachsener Kinder ist in seiner Funktion an der IHK-Spitze eingebunden, engagiert sich im Kirchenvorstand seines Wohnortes und bei den Rotariern. „Ein Ehrenamt muss Spaß machen, aber ich stelle immer wieder fest, man hat ja auch selbst etwas davon. Die Menschen, die ich im Laufe der Zeit kennenlernen durfte, die Begegnungen, das ist eine Riesenbereicherung“, sagt Reichhold. Welche besonderen Herausforderungen und Perspektiven sieht der neue Chef des Aufsichtsrats für Stiftung? „Es handelt sich um eine kirchliche Stiftung. Aus meiner Sicht ist es wichtig, dass dieser christliche Ansatz nicht verloren geht, sondern gestärkt wird. Das ist ein Abgrenzungsmerkmal gegenüber anderen Anbietern, der vielen Menschen, die sich im Alter uns anvertrauen, wichtig ist. Dann geht es darum, den Bestand (das Stiftungsvermögen) zu sichern und die Stiftung auch in den Gremien auf die Zukunft vorzubereiten“, so Reichhold, der eine Verjüngung in den Kontrollorganen im Blick hat. „Wir müssen die Arbeit jüngeren Leuten schmackhaft machen, herausstellen, dass die Stiftung ein großes Unternehmen ist, bei dem es sich lohnt, mitzugestalten.“

Spagat zwischen Werten und Wirtschaftlichkeit

Das alles werde sicherlich nicht so einfach, speziell in einem Markt, der von Kostendruck und Wettbewerb geprägt sei, aber er freue sich auf diese Herausforderung mit dem bestehenden, guten Team. „Es ist ein Spagat. Wirtschaftlich zu denken ist das eine, die christlichen Werte hochzuhalten, das andere. Wichtig ist mir, dass es bei aller Wirtschaftlichkeit keine Einschnitte geben wird. Wir haben als Unternehmen Verantwortung für unsere Menschen, und das sind Bewohner und Mieter genau so wie die Mitarbeitenden.“

Mehr Informationen gibt es auf www.mls-hanau.de

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