22.12.2019 | Von Die Stiftung

Stiftung Eder-Mollè mit neuer Spitze

Die Dr.-Eder-und-Mollè-Stiftung hat die Position der Ratsvorsitzenden neu besetzt. Hilde Ostmeier folgt auf Prof. Ottmar Schneck. Dieser gab den Vorsitz nach langjähriger Tätigkeit auf eigenen Wunsch ab.

Dr.-Eder-und-Mollè-Stiftung
Die beiden Gründerinnen der Stiftung: Patience Mollé Lobé und Reginamaria Eder (von links). Foto: Dr.-Eder-und-Mollè-Stiftung

Die baden-württembergische Dr.-Eder-und-Mollè-Stiftung hat Hilde Ostmeier aus Biberach zur neuen Ratsvorsitzenden gewählt. Gleichzeitig verabschiedete sich die Stiftung bei ihrer Sitzung im November von ihrem langjährigen Vorsitzenden Professor Ottmar Schneck. Dieser hatte zuvor zwei Amtszeiten den Posten inne und engagierte sich insgesamt zehn Jahre für die Stiftung Eder-Mollè. Schneck ist Rektor der SRH Fernhochschule in Riedlingen. Wie die Schwäbische berichtet, hatte er selbst um eine Neubesetzung gebeten. Denn neben seiner Rektoratsaufgabe habe er immer weniger Zeit für das Ehrenamt aufbringen können. Eder und Mollé bedankten sich für die langjährige Arbeit des bisherigen Stiftungsrates.

Stiftung Eder-Mollè

Die gemeinnützige Stiftung Eder-Mollè fördert die Bildung von Frauen in Afrika, insbesondere in Kamerun. Reginamaria Eder und Patience Mollè Lobè lernten sich nach Angaben der Stiftung durch Gesundheitsprojekte in dem afrikanischen Land kennen. Eder stammt aus Riedlingen und arbeitet seit 1987 als Entwicklungshelferin und Public Health-Ärztin in Afrika. Mollè ist Kamerunerin und seit Jahrzehnten in der Beratung und Unterstützung von Frauen engagiert. 2009 taten sich die beiden Frauen dann mit dem Internisten Daniel Ekoule zusammen und fokussierten sich fortan auf ärztliche Aufklärung und Gesundheitsvorsorge. Auslöser für die Stiftungsgründung waren Begegnungen mit missbrauchten Mädchen.

Anfängliche Schwierigkeiten

Die drei Stifter wollten ihr Vermögen aus Grundstücken und Häusern in Kamerun zunächst in einen Verein einbringen. Jedoch waren die Grundstücke nicht liquide und für den laufenden Betrieb der Sozialstationen nutzbar. Es bedurfte Barvermögen, um die Stiftung zu gründen. Ottmar Schneck, heute Rektor der SRH Fernhochschule, ist ein Bekannter Eders aus Kindheitstagen. Er hatte 2009 die Idee zur Stiftungsgründung, da die Nachhaltigkeit der Zweckverfolgung gesichert werden sollte. Schneck und eine weitere Stifterin investierten hierfür jeweils in den Grundstock und gewannen weitere Zustifter, sodass das Stiftungsvermögen durch Zustiftungen kontinuierlich angewachsen sei. Außerdem kamen nach Angaben der Stiftung jährlich rund 100.000 Euro Spenden zusammen. Diese nutzt die Stiftung Eder-Mollè für den Betrieb von drei Sozialzentren in Kamerun, einer Näherei und weiterer Projekte.

Artikel teilen