25.10.2011 | Von Die Stiftung

Regierungsbezirk Köln: Stifter im Rheinland halten zusammen

950 Stiftungen mit Sitz im Regierungsbezirk Köln, davon viele mit überregionaler Bedeutung, bereichern durch ihre gemeinnützige Tätigkeit das Leben in unserer Gesellschaft. Die Organisationen sind auch untereinander stark vernetzt und bewerben die Idee des Stiftens in der Öffentlichkeit. Die Bezirksregierung Köln hilft den Stiftungen auch nach der Anerkennung bei der Erfüllung ihrer Aufgaben und der Anpassung der Arbeit an geänderte Rahmenbedingungen.
von Günter Bernsdorf

Stiftungen zu beraten, zu begleiten und auch zu kontrollieren ist im Regierungsbezirk Köln Aufgabe der Bezirksregierung. Deren Einzugsgebiet reicht von der Städteregion Aachen im Westen bis zum Oberbergischen Kreis im Osten und umfasst u. a. die Städte Köln, Bonn und Leverkusen. Die Stiftungsbehörde hat ihr Domizil in der Zeughausstraße im alten Regierungspräsidium direkt gegenüber dem Stadtmuseum. Aufgrund der zentralen Lage – es sind zu Fuß nur zehn Minuten zum Hauptbahnhof und zum Dom – sind wir für jeden potenziellen Stifter gut zu erreichen.

Ein kleiner Mitarbeiterstab von drei Sachbearbeitern plus (anteiligem) Dezernent kümmert sich um mittlerweile 950 Stiftungen. Und jedes Jahr werden es naturgemäß mehr. 2008 kamen 68 Stiftungen hinzu, 2009 noch einmal 52 weitere.

Wer eine rechtsfähige Stiftung gründen möchte, findet einen ersten Einstieg durch den von der Stiftungsbehörde herausgegebenen Flyer „Überlegungen zur Stiftungsgründung“ und den Leitfaden „Der Weg zur Stiftung“. Diese Unterlagen können von der Internetseite der Bezirksregierung Köln www.bezreg-koeln.nrw.de/stiftungen heruntergeladen oder telefonisch angefordert werden.

Sogenannte Verbrauchsstiftungen, bei denen auch das Stiftungsvermögen kontinuierlich für den Stiftungszweck eingesetzt wird und nicht nur seine Erträge, werden nur ausnahmsweise unter ganz engen Voraussetzungen genehmigt, deren Vorliegen in jedem Einzelfall sorgfältig geprüft wird. Wer eine Verbrauchsstiftung gründen möchte, sollte daher frühzeitig ein Beratungsgespräch mit der Stiftungsbehörde vereinbaren. Ergebnis der Beratung kann auch sein, dass möglicherweise eine andere Konstellation als die Gründung einer Stiftung zweckmäßiger ist, um das Ziel in möglichst kurzer Zeit zu erreichen.

Die Anerkennung einer rechtsfähigen Stiftung ist nicht das Ende, sondern der Anfang eines gemeinsamen Weges aller, die für die Stiftung verantwortlich sind. Es gibt gute und – wie jüngst in der Wirtschaftskrise – schlechte Zeiten, und bei etwaigen Konflikten innerhalb der Stiftung kann es sinnvoll sein, sich Hilfe von außen zu holen. Die Stiftungsbehörde hilft gerne, damit sich die Stiftung wieder auf die Erfüllung des eigentlichen Stiftungszwecks konzentrieren kann.

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