21.08.2019 | Von Die Stiftung

Stiftung für Neonazi-Opfer gefordert

Die hessische SPD hat die Gründung einer Stiftung vorgeschlagen, die Präventionsprogramme gegen rechtsextreme Gewalt bündeln und unterstützen soll. Dieser Vorschlag geht aus einem Treffen hervor, das die Fraktion im Zuge des NSU-Untersuchungsausschusses angesetzt hat.

NSU Stiftung
Zehn Morde, 43 Mordversuche und drei Sprengstoffanschläge verübte der sogenannte Nationalsozialistische Untergrund (NSU) – die Fälle sind nicht vollständig aufgeklärt. Eine Stiftung könne Präventionsarbeit fördern und Initiativen vernetzen, findet die hessische SPD. Foto: Cholo 3/Wikimedia

Die hessische SPD fordert die Einrichtung einer Stiftung, die Opfern rechtsextremer Gewalt Hilfe leisten, berichtet die Frankfurter Rundschau. Außerdem könne eine Stiftung die Vernetzung von Initiativen gegen Rechtsextremismus befördern und Präventionsprogramme finanzieren. Das sagte die SPD-Innenpolitikerin Nancy Faeser bei einem runden Tisch, den die SPD-Fraktion nach dem Abschluss des NSU-Untersuchungsausschusses einberufen hatte. Benannt werden könne die Stiftung nach Vorstellungen der SPD nach den beiden hessischen Opfern der Terrorgruppe „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU), Enver Simsek und Halit Yozgat.

Zu dem Treffen hatte die SPD-Fraktion Vertreter von Initiativen, Beratungsstellen und Universitäten in den Landtag eingeladen. Sie hatte den runden Tisch nach dem Abschluss des NSU-Untersuchungsausschusses einberufen, da viele Fragen zur rechtsextremenen Szene in Hessen und zu möglichen Helfern bei den Morden des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ unbeantwortet geblieben seien. „Die Aufklärungsarbeit ist noch nicht zu Ende“, wird Faeser zitiert.

Artikel teilen