02.01.2020 | Von Die Stiftung

Stiftungsnetzwerk Ruhr startet Förderpott Ruhr

Das 2016 gegründete Stiftungsnetzwerk Ruhr hat den ersten Förderpott Ruhr mit 100.000 Euro ausgestattet. Ab Januar können sich Vereine und Initiativen aus dem Ruhrgebiet unbürokratisch um Förderungen bewerben. Es wird um weitere Stifter geworben.

Stiftungsnetzwerk Ruhr
Das Stiftungsnetzwerk Ruhr hat einen ersten Fördertopf aufgesetzt – und sucht noch weitere Unterstützer. Foto: Sven Lorenz, Essen

„Gerade kleine Nachbarschaftsinitiativen wissen, wo der Schuh drückt. Der Förderpott hilft schnell und unbürokratisch, gute Ideen in die Tat umzusetzen“, erklärt Winfried Kneip, Geschäftsführer der Stiftung Mercator und zugleich Mitglied im Lenkungskreis des Stiftungsnetzwerks Ruhr. Die zu fördernden Initiativen werden von Lenkungskreismitgliedern, Mitgliedsstiftungen und weiteren Experten ausgewählt. Nikolai Fuchs,  Vorstand der GLS Treuhand e. V., betont, dass es auch um kleine Projektideen gehen kann: „Ziel des Förderpott ist, im gesamten Ruhrgebiet Menschen bei der Verwirklichung von Alltagsverbesserungen zu unterstützen.“ Koordiniert wird das Bewerbungsverfahren von der Ehrenamtsagentur Essen.

Was die Initiativen erwartet

„Bei über fünf Millionen Menschen, die im Ruhrgebiet leben und arbeiten, gibt es ebenso viele gute Ideen für die Verbesserung unseres Zusammenlebens. Diesen Schatz an zivilgesellschaftlicher Kraft und Innovation möchten wir heben“, sagt Janina Krüger, Geschäftsführerin der Ehrenamt Agentur Essen e.V. Hier freue man sich auf tolle Ideen für die Weiterentwicklung der Gesellschaft. „Wir wollen neben der Auszeichnung guter Projekte auch die Initiativen untereinander in den Austausch bringen, damit gute Ansätze für unsere Region sich verbreiten.“ Einzigartig sei der Förderpott Ruhr, weil er aus einem Stiftungsnetzwerk zur Anhebung der Zivilgesellschaft auf Quartiersebene entsteht. Und sie ergänzt: „Dabei ziehen große wie kleine Stiftungen an einem Strang und überwinden das berühmte Kirchturmdenken, das im Ruhrgebiet noch immer vorherrscht.“

Personal- und Sachkosten sowie Investitions- oder Weiterbildungskosten stehen im Fokus der Förderungen. Ausgeschüttet werden Fördersummen zwischen 500 und 5000 Euro. Die Pressemitteilung zum Start des Förderpott Ruhr gibt zudem an, dass eine dauerhafte Unterstützung von Infrastrukturen nicht vorgesehen ist. „Das Online-Bewerbungsverfahren auf der Webseite des Stiftungsnetzwerks Ruhr wird bewusst einfach gehalten“, meint Evi Hoch, Mitglied des Lenkungskreises und Vorstand der Wilo-Foundation. Initiativen können sich auf www.foerderpott.ruhr informieren und bewerben – Stichtage für Bewerbungen sind der 31. März und der 30. September.

Das Stiftungsnetzwerk sucht weitere Förderer

„Langfristig soll der gemeinschaftlich getragene Fonds wachsen. Alle Stiftungen sind eingeladen, den ‚Förderpott Ruhr‘ zu stärken“, wirbt Stephan Muschick, Lenkungskreismitglied und Geschäftsführer der Innogy-Stiftung für Energie und Gesellschaft. Der Mindestbetrag zur Beteiligung beträgt 1000 Euro pro Stiftung. Den ersten Förderpott Ruhr statten die Auridis-Stiftung, die GLS Treuhand e.V., die Haniel-Stiftung, die Innogy-Stiftung für Energie und Gesellschaft, die RAG-Stiftung, die Sal.-Oppenheim-Stiftung, der Stifterverband, die Stiftung Mercator, die Stiftung Universitätsmedizin Essen und die Wilo-Foundation finanziell aus.

 

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