19.11.2018 | Von Die Stiftung

Wechsel bei der Cardano Foundation

Die Cardano Foundation, die Zuger Stiftung hinter der Kryptowährung Ada, hat einen neuen Präsidenten: Michael Parsons hat die Stiftung auf massiven Druck der Anleger hin verlassen. Sein Nachfolger Pascal Schmid sitzt momentan alleine im Stiftungsrat.

Crypto Valley: Die Cardano Foundation ist wie viele ähnliche Organisationen in Zug angesiedelt. Foto: No machine-readable author provided. Baikonur assumed (based on copyright claims)., Zugerberg Obersicht Zug, DIE STIFTUNG, CC BY-SA 3.0

Die Kryptostiftung Cardano Foundation gab bekannt, dass Michael Parsons, Vorsitzender des Stiftungsrates der Cardano Foundation, mit sofortiger Wirkung zurückgetreten ist. Stiftungsratsmitglied Pascal Schmid übernahm erst interimistisch den Vorsitz des Stiftungsrates, schon drei Tage später teilte die Stiftung mit: Die Cardano Foundation, die hinter der Kryptowährung Ada steht, sei auf sicherem Boden, die Leitung ordnungsgemäss an Pascal Schmid übertragen worden und das Stiftungsvermögen vollständig gesichert. Der neue Stiftungsratspräsident betonte in der Pressemitteilung, dass dies zeige, dass die Governance der Cardano Foundation funktioniere. „Unser Fokus liegt jetzt darauf, die Grundlagen unserer Governance weiter zu stärken. Gleichzeitig ermöglicht die sichere Vermögensbasis, dass die Cardano Foundation die ehrgeizigen Entwicklungsprojekte von Cardano weiterhin wie geplant vorantreiben kann.“

Da die beiden Stiftungsräte zuvor schon nur zu zweit waren, verbleibt Pascal Schmid nun alleine im Stiftungsrat. „Die Stiftung arbeitet daran, den Stiftungsrat so schnell wie möglich mit geeigneten Personen zu ergänzen“, teilte die Cardano Foundation bereits in der Pressemitteilung zum Rücktritt Parsons mit.

Community forderte Rücktritt

Das Finanzportal finews.ch erklärt die Hintergründe: Der ehemalige Präsident habe mit seinem Rücktritt dem Druck der Anleger nachgegeben. „Mit dem Rücktritt von Parsons dürften sich die erhitzten Gemüter aus dem Umfeld der Stiftung vorerst wieder beruhigen“, prophezeite finews.ch. Eine Petition aus der Community des Kryptowährungsprojektes forderte schon seit einem Monat und mit über 6’000 Unterschriften Parsons auf, „sich entweder mit den anderen beiden an Cardano beteiligten Unternehmen auf die Wahl vier neuer und unabhängiger Stiftungsratsmitglieder zu einigen, oder zurückzutreten“.

Die Erstunterzeichner der Petition schreiben: „Nach einer Untersuchung wirkt die Cardano Foundation auf uns wie ein Familienunternehmen, das unter der totalitären Kontrolle des Präsidenten steht, der seine Macht missbraucht und es seiner Familie, Freunden und nahen Geschäftspartnern erlaubt, direkt von den von der Stiftung verwalteten Vermögenswerten zu profitieren.“ Er scheine sich nicht für sein ernstes Mandat und die grosse Mission der Stiftung zu interessieren, so die Erstunterzeichner. „Er ist nicht zugänglich, nicht sichtbar und reagiert nicht auf die Gemeinschaft, und er zeigt auch kein Zeichen von Transparenz oder Verantwortlichkeit gegenüber der Gemeinschaft für seine Handlungen, Entscheidungen und den Betrieb der Stiftung.“ finews.ch konstatiert, dass durch die Zweierkonstellation im Stiftungsrat Parsons als Präsident „durch den Stichentscheid bei Stimmengleichheit aber faktisch alleine herrschen“ konnte.

„Wir möchten, dass die Stiftung in guten Händen ist, um zum Cardano-Traum beizutragen und eine gute Beziehung zu den Gründungsunternehmen zu pflegen“, wünschten sich die Unterzeichner der Petition mit dem Wechsel im Stiftungsrat.

https://cardanofoundation.org/

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