Annette Schavan ist neue Vorstandsvorsitzende der Adalbert-Stiftung. Die frühere Bundesministerin folgt in dieser Position auf den im September 2020 verstorbenen langjährigen Vorstandsvorsitzenden Prof. Hans Süssmuth.

Die Adalbert-Stiftung hat als neues Mitglied des Vorstands Annette Schavan begrüßt. Die frühere Bundesministerin für Bildung und Forschung wurde zur Vorstandsvorsitzenden der Krefelder Stiftung gewählt und folgt in dieser Position dem im September 2020 unerwartet verstorbenen langjährigen Vorstandsvorsitzenden Prof. Hans Süssmuth, Ehemann der früheren Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth. „Für Hans Süssmuth war die Adalbert-Stiftung ein Herzensanliegen. Er hat im Dialog mit den Visegrád-Staaten wichtige Impulse gesetzt und die Arbeit der Stiftung seit den Anfängen maßgeblich geprägt“, wird Schavan in einer Pressemitteilung zitiert.

„Europäischer Dialog“

Schavan ist unter anderem Vorsitzende des Kuratoriums der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft in Berlin sowie der Europäischen Stiftung für den Aachener Dom, die den Europagedanken im Geist der christlich-geprägten europäischen Kultur pflegt. „In den kommenden Jahren wollen wir den Dialog mit den Visegrád-Staaten als einen wichtigen europäischen Dialog mit Partnern in Wissenschaft, Wirtschaft und Kultur führen und Brücken in die Generation der nach der Wiedervereinigung Europas geborenen jungen Europäerinnen und Europäer bauen“, so Schavan.

Die 65-jährige Rheinländerin, aufgewachsen in Neuss, absolvierte nach dem Studium berufliche Stationen in Aachen und Bonn, war Ministerin für Kultus, Jugend und Sport in Baden-Württemberg sowie Bundesministerin für Bildung und Forschung. 2013 trat sie nach einer Plagiatsaffäre um ihre Dissertation zurück und war 2014 bis 2018 deutsche Botschafterin im Vatikan. Der Ausbau internationaler Forschungsbeziehungen, die strukturelle Weiterentwicklung des Wissenschaftssystems, der Ausbau der Bildungsforschung und die Anerkennung von im Ausland erworbenen Berufsabschlüssen seien ihr besonders wichtig gewesen.

Die Adalbert-Stiftung

Die Adalbert-Stiftung wurde 1989 gegründet und „will einen Beitrag zum geistig-kulturellen Zusammenwachsen ganz Europas leisten“. Sie ist privatrechtlich organisiert und frei von jeglichem staatlichen Einfluss. „Zielsetzung der Stiftung ist es, Perspektiven einer gesamteuropäischen Gemeinsamkeit mit besonderer Blickrichtung auf Mittel- und Osteuropa zu erarbeiten und dadurch an einem dauerhaften Zusammenwachsen ganz Europas mitzuwirken.“

 

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