Die Deutsch-Polnische Wissenschaftsstiftung hat eine neue Vorstandsvorsitzende: Die frühere Staatsministerin und stellvertretende FDP-Vorsitzende Cornelia Pieper folgt auf die frühere Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth (CDU). 

Cornelia Pieper ist die neue Vorstandsvorsitzende der Deutsch-Polnischen Wissenschaftsstiftung (DPWS). Die frühere FDP-Spitzenpolitikerin hat den Posten von Rita Süssmuth übernommen. Die CDU-Politikerin Süssmuth war von 1988 bis 1998 Präsidentin des Deutschen Bundestags und hatte den Vorstandsposten seit Stiftungsgründung 2008 inne. Stellvertretender Vorsitzender des DPWS-Vorstands ist Jan Rydel, Historiker an der Pädagogischen Universität Krakau. Das dritte Vorstandsmitglied ist Sabine Kunst, die zugleich Vorstandsvorsitzende der Joachim-Herz Stiftung ist. 

Affinität zu Osteuropa

Pieper, die polnische und russische Sprachwissenschaft studiert hat, ist seit 2014 Generalkonsulin in Danzig. Von 2009 bis 2013 war sie als Staatsministerin im Auswärtigen Amt Koordinatorin der Bundesregierung für die deutsch-polnische Zusammenarbeit. Als solche gehörte sie bereits dem Kuratorium der Wissenschaftsstiftung an. „Die wissenschaftliche Kooperation und die Kulturarbeit sind wichtige Pfeiler für einen intensiven Austausch zwischen Polen und Deutschland. Schon Einstein meinte, wichtiger als Wissen sei Phantasie, denn ersteres ist begrenzt. Deshalb möchte ich unsere Phantasie für neue innovative Themenfelder und den Austausch von Wissenschaftlern anregen“, so Pieper. Die DPWS solle auch künftig Projekte fördern, die das gegenseitige Verständnis sowie die Partnerschaft stärken, und darüber hinaus Impulse für die europäische Zusammenarbeit geben. Einen weiteren Fokus solle die Zusammenarbeit mit weiteren europäischen Ländern bilden, beispielsweise mit Frankreich oder der Ukraine. 

Über die Stiftung

2008 vom Bundesland Brandenburg und der Bundesrepublik gegründet, fördert die Stiftung mit Sitz in Frankfurt an der Oder deutsch-polnische wissenschaftliche Vorhaben. Der Schwerpunkt sind Forschungsprojekte und wissenschaftliche Veranstaltungen in den Geistes- und Sozialwissenschaften. Das Stiftungskapital wird von den Regierungen Deutschlands und Polens finanziert. Die Stiftungsgremien sind laut Satzung binational besetzt. Seit Gründung wurden 420 deutsch-polnische Projekte mit einem Wert von rund zwölf Millionen Euro unterstützt.

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