Die frühere SPD-Generalsekretärin Yasmin Fahimi hat nach dem Vorsitz des Deutschen Gewerkschaftsbundes auch die Führung des Vorstandes der Hans-Böckler-Stiftung übernommen.

Am 9. Mai 2022 wurde sie zur Vorsitzenden des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) gewählt, nun ist Yasmin Fahimi auch Vorstandsvorsitzende der Hans-Böckler-Stiftung. Nach der Berufung durch das Kuratorium in den Vorstand wählte sie das Gremium laut Pressemitteilung einstimmig zu seiner Vorsitzenden. Fahimi folgt auf ihren Vorgänger im Amt des DGB-Vorsitzenden, Reiner Hoffmann, der nicht mehr antrat. Das Kuratorium leitet Elke Hannack, Geschäftsführerin der Stiftung ist Claudia Bogedan.

Bundestagsmandat gegen DGB-Vorsitz

Für ihr neues DGB-Amt legte die frühere SPD-Bundestagsabgeordnete ihr Mandat nieder. Fahimi folgte von Januar 2014 bis Dezember 2015 als Generalsekretärin ihrer Partei auf Andrea Nahles. Die 54-jährige Diplom-Chemikerin betont die Bedeutung der Verbindung von Forschung und Förderung im Sinne der Gewerkschaften: Die Hans-Böckler-Stiftung sei „ein Impulsgeber für wichtige Debatten in Wissenschaft, Gesellschaft und in der Arbeitswelt. Den Stellenwert von Mitbestimmung, von Demokratie im Betrieb sowie die Rechte der Beschäftigten rückt unsere Stiftung durch ihre Arbeit immer wieder in den Fokus“. Auch die finanzielle Unterstützung und ideelle Förderung junger Menschen im Studium und auf dem zweiten Bildungsweg sei eine wichtige Säule gewerkschaftlicher Arbeit.

„Die aktuellen Herausforderungen sind groß: Frieden, Freiheit und Demokratie in Europa sind in Gefahr. Digitalisierung und Klimaneutralität sind enorme Aufgaben, die Wirtschaft und Gesellschaft in Rekordzeit angehen müssen. Die Hans-Böckler-Stiftung ist mit ihrem Wissen aus Forschung und Praxis heute so wichtig wie noch nie, damit dieser Umbau gerecht für alle gelingen kann“, wird Vorgänger Reiner Hoffmann zitiert. „Ich bin mir sicher, dass die Stiftung mit Yasmin Fahimi und den vielen tollen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bestens dafür aufgestellt ist.“

Über die Hans-Böckler-Stiftung

Die nach dem ersten DGB-Vorsitzenden benannte gemeinnützige Hans-Böckler-Stiftung hat ihren Sitz in Düsseldorf. Sie bezeichnet sich als „das Mitbestimmungs-, Forschungs- und Studienförderungswerk des DGB“ und forscht zu den Themenfeldern Arbeit, Mitbestimmung, Wirtschaft und Soziales, unterstützt begabte Studierende mit Stipendien und ideeller Förderung. Zudem biete sie „Mitbestimmungspraktikerinnen und -praktikern“ in Aufsichts- und Betriebsräten Informationen und Beratung. Ihre Errichtung 1977 bedeutete den Zusammenschluss der Hans-Böckler-Gesellschaft und der Stiftung Mitbestimmung. Der Satzungszweck werde „insbesondere verwirklicht durch finanzielle und ideelle Förderung von Theorie und Praxis der Mitbestimmung“. Organe sind Vorstand und Kuratorium. Das mindestens 29-köpfige Kontrollorgan wird vom DGB berufen.

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