Katharina Gerarts verlässt den Vorstand der Karl-Kübel-Stiftung und plant eine Rückkehr in die Wissenschaft. Nachfolger wird der Wirtschaftswissenschaftler Aslak Petersen. Er war unter anderem neun Jahre Geschäftsführer der Crespo Foundation.

Vorstandsmitglied Katharina Gerarts verlässt die Karl-Kübel-Stiftung für Kind und Familie zum 30. Juni 2022 auf eigenen Wunsch, wie die Stiftung mitteilt. Sie wolle künftig wieder wissenschaftlich tätig sein. Gerarts folgte im Dezember 2020 auf Daniela Kobelt Neuhaus als Verantwortliche für den Geschäftsbereich Bildungsinstitute, Inland und Kommunikation. Zuvor hatte Gerarts eine Professur für Kindheitswissenschaften an der Evangelischen Hochschule Darmstadt inne, von 2017 bis 2019 war sie ehrenamtliche Beauftragte für Kinderrechte bei der hessischen Landesregierung.

Erfahrung bei der Crespo Foundation

Zum Nachfolger im dreiköpfigen Gremium ist Aslak Petersen berufen worden. Der promovierte Wirtschaftswissenschaftler war neun Jahr lang Geschäftsführer der Frankfurter Crespo Foundation und zuvor in der Vermögensverwaltung tätig. Zuletzt arbeitete er als selbständiger Consultant mit dem Fokus auf Strategie- und Organisationsentwicklung für gemeinnützige Organisationen.

Die Entscheidung zu gehen, habe sie sich nicht leicht gemacht, wird Gerarts in einer Pressemitteilung zitiert. „Ich habe mich mit vollem Engagement für die Karl-Kübel-Stiftung und deren wichtige Arbeit für Kinder und Familien im In- und Ausland eingesetzt. Nun möchte ich mich wieder stärker in wissenschaftlichen Tätigkeiten, in der Lehre und Forschung, einbringen.“ Der Stiftungsratsvorsitzende Matthias Wilkes bedauert Gerarts Ausscheiden. „Sie hat in den zurückliegenden eineinhalb Jahren wichtige Prozesse in der Stiftung angestoßen und umgesetzt, wie bei der Integration der Arbeit des Dresdner Felsenweg-Instituts in die Projekte der Inlandsarbeit der Stiftung. Dafür sind wir ihr sehr dankbar.“

Mit Petersen habe die Karl-Kübel-Stiftung einen ausgewiesenen Experten aus dem Stiftungswesen gewinnen können, der sich sowohl in der Bildungsarbeit, aber vor allem in der Arbeit für frühkindliche Entwicklung mit innovativen Projekten profiliert habe, sagt Wilkes. „Mit seinen strategischen Fähigkeiten, seiner Orientierung an christlichen Wertvorstellungen und seiner nachweislichen Führungskompetenz ist Aslak Petersen für den Vorstand der Stiftung eine Idealbesetzung.“

Über die Karl-Kübel-Stiftung

Die 1972 vom namensgebenden Unternehmer errichtete Karl-Kübel-Stiftung für Kind und Familie mit Sitz in Bensheim arbeitet in den Förderbereichen Wissenschaft und Forschung, Bildung und Erziehung, Entwicklungshilfe, Religion und Völkerverständigung. Das Stiftungsvermögen lag 2020 bei rund 148 Millionen Euro, das Fördervolumen bei rund 15 Millionen Euro.

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