Zwei Vorstände führen die Point-Alpha-Stiftung, die zwischen dem thüringischen Geisa und Rasdorf in Hessen an die ehemalige innerdeutsche Grenze erinnert.

Die Point-Alpha-Stiftung hat ihre Stiftungssatzung in neuer Fassung verabschiedet: Als wesentliche Veränderungen nennt die Stiftung die Zusammensetzung des Stiftungsrats und des -vorstands. Die Stiftung, die Trägerin der Gedenkstätte Point Alpha an der Grenze von Hessen (Rasdorf) zu Thüringen (Geisa) in der Rhön ist, wird jetzt von einem Doppelvorstand geleitet. Neben dem Geschäftsführenden Vorstand Sebastian Leitsch wurde Philipp Metzler als sein Stellvertreter neu in den Vorstand berufen.

Point Alpha-Stiftung in ruhigerem Fahrwasser

Der studierte Historiker hat seine Wurzeln im rund 30 Kilometer entfernten Bad Salzungen und sammelte als wissenschaftlicher Koordinator in einem Forschungszentrum und wissenschaftlicher Mitarbeiter der Stiftung bereits vielfältige Erfahrungen in der Forschungs- und Bildungsarbeit. Metzler übernimmt als Studienleiter der Stiftung und Geschäftsführer der Bildungssparte der Point Alpha Akademie gGmbH die Aufgaben von Roman Smolorz. Smolorz, der im Mai 2020 der Öffentlichkeit vorgestellt wurde, hat eine Stelle am Wohnort seiner Familie in Regensburg angenommen und wechselt Ende November nach Bayern. „Ich bin dankbar, dass es uns gelungen ist, aus dem Kreis der Mitarbeiter einen geeigneten Nachfolger für Roman Smolorz zu finden. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit Herrn Metzler“, wird der alte und neue Stiftungsratsvorsitzende Stefan Heck zitiert.

Die Point-Alpha-Stiftung hatte bis zur Vorstellung von Leitsch im Mai 2020 eine unruhige Phase erlebt. Leitsch folgte auf die hauptamtliche Direktorin Ricarda Steinbach, die im Juni 2018 ihr Amt ohne Angabe von Gründen mit sofortiger Wirkung niedergelegt hatte. Im Februar 2020 endete ein Rechtsstreit mit einem Vergleich zwischen Steinbach und der Stiftung.

Der Stiftungsrat auch den Staatssekretär im Hessischen Ministerium des Innern und für Sport als Vorsitzenden und wählte Tina Beer, Staatssekretärin für Kultur in der Thüringer Staatskanzlei, zur neuen stellvertretenden Vorsitzenden. Die 34-Jährige vertritt den Freistaat Thüringen im Stiftungsrat und ist Nachfolgerin des hessischen Staatssekretärs a.D., Walter Arnold, der diese Position kommissarisch innehatte. „Es ist gut, dass Hessen und Thüringen jetzt mit der neuen Satzung gemeinsam die Zukunft der Point Alpha Stiftung gestalten,“ freut sich Heck auf die Zusammenarbeit mit der Politikwissenschaftlerin Beer. Neu im Stiftungsrat als weiterer Vertreter für den Freistaat Thüringen ist Andreas Hundertmark aus Buttlar und die Geisaer Bürgermeisterin Manuela Henkel.

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