20.03.2013 | Von Die Stiftung

„Aller guten Dinge sind drei“

Über die Bedeutung der Zahl Drei in der letzten Oper des österreichischen Wunderkindes Mozart sowie den eingewobenen Freimaurerinitiationsritus informierte Johannes Erkes die anwesenden Erwachsenen. Den Kleinen bot er eine Zusammenfassung der Geschichte, sowie die Erklärung der Doppelbesetzungen. Denn die Oper im Taschenbuchformat der Internationalen Stiftung zur Förderung von Kultur und Zivilisation kommt ohne großes Orchester und viele Sänger aus: acht Akteure bestreiten die gesamte Oper in einer knappen Stunde. Das Orchester besteht aus einem Streichquartett, die Rollen kommen ebenfalls nur mit vier Sängern aus. Natürlich müssen die Figuren klar voneinander zu unterscheiden sein. Daher wurden auch alle Sänger mit ihren jeweiligen Requisiten, die sie in ihren verschiedenen Rollen kennzeichnen, vorgestellt.

Anders als in der regulären Oper, wird bei Auftritten vor Kindern meist auch aus dem Zuschauerraum heraus einiges geboten. Wie anders Kinder als Publikum funktionieren, weiß jeder, der einmal eine Kindertheatervorstellung besucht hat. Stillsitzen und vornehme Zurückhaltung, was Meinungsäußerungen angeht, kennen sie nicht. Und so verwundert es nicht, dass während Papagenos Selbstmordarie bei den Worten „Eh‘ ich hänge, noch erbarmen, wohl, so lass ich‘s diesmal sein! Rufet nur – ja, oder nein!“ dem Ärmsten ein lautes „Nein!“ aus dem Zuschauerraum entgegenscholl.

Auch wenn mancher Erwachsene sich um die eine oder andere Arie gebracht sah, waren die 60 Minuten Aufführungsdauer gut bemessen, denn die kleinen Zuschauer waren so die gesamte Zeit über voll bei der Sache. Insgesamt war die Oper im Taschenbuchformat ein richtiges Highlight, ganz besonders für Kleinen.

Jennifer E. Muhr

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