15.12.2014 | Von Die Stiftung

„Anstöße zu kooperativen Lösungen zwischen Wirtschaft, Staat und Zivilgesellschaft geben“

DIE STIFTUNG: Bitte beschreiben Sie kurz, den Zweck Ihrer Stiftung.
Dr. Thomas Leeb: Die BMW Stiftung bringt Führungspersönlichkeiten aus unterschiedlichen Sektoren, Kulturen und Nationen zusammen, um soziale Innovationen voranzutreiben, den globalen Dialog zu fördern und Entscheidungsträger zu verantwortungsvollem Handeln zu ermutigen. Wir glauben, dass wir so Barrieren zwischen Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft abbauen können und die Gemeinschaft von der kreativen Vielfalt profitiert, die sich aus der grenzübergreifenden Zusammenarbeit ergibt.

DIE STIFTUNG: Was genau ist Ihr Beitrag zum Münchner StiftungsFrühling?
Leeb: Zusammen mit unserer Schwesterstiftung, der Eberhard von Kuenheim Stiftung, und unserer Stifterin, der BMW AG, wollen wir vielfältige Verbindungen zwischen unternehmerischem Denken und Handeln sowie gesellschaftlichem Engagement herausstellen und mit Stiftern und Bürgern diskutieren. In einem Podiumsgespräch in der BMW Welt werden Stiftungs- und Wirtschaftsvertreter anhand von Best-Practice-Beispielen zeigen, wie Unternehmensstiftungen mit innovativen Lösungsansätzen und ihren Netzwerken gesellschaftlichen Wandel gestalten.

BMW
Die Teilnehmer des „1st BMW Foundation Global Table, Begrenzte Ressourcen – Unbegrenzte Möglichkeiten“ in Hangzhou, China

DIE STIFTUNG: Warum haben Sie sich gerade dafür entschieden, was versprechen Sie sich von Ihrem Beitrag?
Leeb: Uns ist es wichtig, bei jüngeren Menschen in Führungspositionen gesellschaftliches Engagement jenseits ökonomischer Interessen zu fördern. Wir wollen aufzeigen, wie das möglich ist, welchen Mehrwert sie damit für die Allgemeinheit schaffen – und besonders, wie die Führungskraft selbst daran wächst: Indem sie sich zum Beispiel bei einer NGO oder einem Sozialunternehmen einbringt, lernt sie eine andere Denk- und Argumentationslogik kennen und erweitert ihren Horizont.

DIE STIFTUNG: Waren Sie schon beim letzten Stiftungsfrühling dabei? Worauf freuen Sie sich bei diesem Stiftungsfrühling besonders?
Leeb: Bereits beim letzten, dem ersten Stiftungsfrühling 2013, haben wir drei Veranstaltungen zum Thema soziale Innovationen organisiert, heuer sind wir tiefer eingestiegen, stellen innovative Formate, wie Ideenworkshops mit Sozialunternehmern und Bürgern, in Zusammenarbeit  mit der Social Entrepreneurship Akademie vor, steuern aber auch als Beiratsmitglied die Planung des gesamten Stiftungsfrühlings mit.

DIE STIFTUNG: Was erhoffen Sie sich langfristig von Ihrem Engagement?
Leeb: Ich erhoffe mir, dass wir als Stiftung neue Anstöße zu kooperativen Lösungen zwischen Wirtschaft, Staat und Zivilgesellschaft für komplexe gesellschaftliche Herausforderungen geben und uns dabei als Partner mit unserem Netzwerk, unserem Knowhow und unseren Ideen einbringen können.

DIE STIFTUNG: Das ist ein großes Ziel. Viel Erfolg dabei und vielen Dank für das Gespräch.

Das Interview führte Jennifer E. Muhr.

 

Thomas_Leeb 2013Dr. Thomas Leeb ist Senior Manager und Büroleiter München der BMW Stiftung Herbert Quandt. Er vertritt die Stiftung im Beirat des Stiftungsfrühlings.

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