03.07.2017 | Von Die Stiftung

Auftakt zur Stiftungsplattform F20 in Hamburg

Dr. Johannes Merck ist Vorstand der Michael-Otto Stiftung, die eine der Gründungspartner von F20 ist. (Urheber: Michael-Otto Stiftung)

Im Vorfeld des G20-Gipfels in Hamburg kommen an diesem Dienstag im Hamburger Rathaus Gründungsmitglieder der internationalen Stiftungsinitiative „F20“ zusammen.

Die Allianz von mehr als 40 Stiftungen aus neun Ländern hat sich anlässlich des G20-Gipfels gegründet. Die Namensgebung (F20) ist angelehnt an die offiziellen G20-Dialogprozesse. Gemeinsam will die Initiative einen Beitrag zum weltweiten Klimaschutz und einer globalen Energiewende leisten. Ziel der Stiftungsplattform ist, die Umsetzung der Agenda 2030, Klimaschutzprojekte und den Ausbau von erneuerbaren Energien voranzubringen sowie die starke Rolle von zivilgesellschaftlichen Organisationen dabei zu betonen.

Stiftung Zukunftsfähigkeit und Michael-Otto-Stiftung F20-Initiatoren

Der erste Impuls zu F20 kam vor einem Jahr von der Stiftung Zukunftsfähigkeit zusammen mit der Michael-Otto-Stiftung. Wir haben Dr. Johannes Merck, Vorstand der Michael-Otto Stiftung, zum Auftakt vier Fragen gestellt.

DIE STIFTUNG: Was war Ihre Motivation, bei der F20-Initiative mitzumachen?
Dr. Johannes Merck: Die Michael-Otto Stiftung für Umweltschutz war an der Gründung der Plattform maßgeblich beteiligt. Unsere Motivation war es, die einmalige Gelegenheit des G20-Gipfels in Hamburg für unser Anliegen zu nutzen, die Staatengemeinschaft zu konkreten Klimaschutzziele und -maßnahmen aufzurufen. Wir wissen, dass solche gemeinsam vorgetragenen, viele Akteure mit ihrer Kraft bündelnden Initiativen durchaus positiv von der Politik aufgenommen werden.

DIE STIFTUNG: Wie definieren Sie Ihre Rolle in der F20-Plattform, warum sind gerade Stiftungen geeignet, den Klimaschutz voranzutreiben?
Merck: Stiftungen sind ein wichtiger zivilgesellschaftlicher Akteur, dem Gemeinwohl verpflichtet und meist mit hoher Anerkennung ausgezeichnet, nicht nur hierzulande. Stiftungen finden daher Gehör bei vielen Entscheidern. Im Zusammenspiel mit anderen Stiftungen aus dem In- und Ausland können wir Gegensätze überbrücken und unsere Botschaften wirkungsvoll vermitteln.

DIE STIFTUNG: Was bringen Sie konkret in F20 ein und was ist Ihnen dabei wichtig?
Merck: Die Michael-Otto Stiftung für Umweltschutz hat in der Vergangenheit verschiedenste Dialogprozesse erfolgreich angestoßen und begleitet. Unsere Erfahrungen bringen wir in die Gestaltung und Programmatik der Plattform ein. Uns ist es wichtig, Lösungswege aufzuzeigen und somit den politischen Prozess zur Umsetzung der Nachhaltigkeitsagenda 2030 und des Klimaschutzabkommens von Paris voranzubringen.

DIE STIFTUNG: Welche Wirkung wollen Sie erzielen und mit welchen Maßnahmen?
Merck: Unser Ziel ist es, dass die G20-Staatschefs anerkennen, dass eine grundlegende Wende in Wirtschaft und Gesellschaft stattfinden muss, um das globale Klima zu schützen. Die Publikation unserer Plattform zeigt gelungene Veränderungsprozesse auf und reflektiert diese. Gleichzeitig weist sie darauf hin, dass sich niemand eine Verzögerung leisten kann. Wir hoffen, diese Botschaft kommt bei den Staatschefs an.

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