07.03.2013 | Von Die Stiftung

Das bunte Band des Engagements

Frühling lässt sein blaues Band wieder flattern durch die Lüfte – so heißt es bei Eduard Mörike in seinem berühmten Gedicht „Frühling“. In München wird es zwischen dem 15. und 22. März vor allem ein buntes Band sein, das sich durch die bayerische Landeshauptstadt zieht: der erste Münchner Stiftungsfrühling (MSF).

Frühling lässt sein blaues Band wieder flattern durch die Lüfte – so heißt es bei Eduard Mörike in seinem berühmten Gedicht „Frühling“. In München wird es zwischen dem 15. und 22. März vor allem ein buntes Band sein, das sich durch die bayerische Landeshauptstadt zieht: der erste Münchner Stiftungsfrühling (MSF).
Von Tobias M. Karow

Es ist ein Projekt von Münchnern für Münchner, vor allem aber eines, das die gesamte Bevölkerung für das Stiftungswesen im Allgemeinen und die Bedeutung von Stiftungen für die Stadt im Speziellen sensibilisieren soll. Beim MSF treten unter dem Motto „München geht stiften!“ rund 200 Stiftungen gemeinsam auf und zeigen einem breiten Publikum, aber auch Fachbesuchern, den Facettenreichtum der Münchner Stiftungsszene auf.

Veranstalter des MSF sind die Stadt München und die Münchner Kultur GmbH. Letztere ist unter anderem für die Organisation der Langen Nacht der Museen bekannt und daher äußerst erfahren mit Veranstaltungen, die sich praktisch über das komplette Stadtgebiet hinweg erstrecken.

Das Konzept des MSF orientiert sich an der Berliner Stiftungswoche, die ebenfalls auf dezentrale Angebote für ihre Besucher setzt. Acht Tage lang werden zu den vier Stiftungsschwerpunkten „Kunst und Kultur“, „Soziales und Bildung“, „Umwelt und Internationales“ sowie „Wissenschaft/Gesundheit/Sport“ Symposien, Führungen, Vorträge, Konzerte oder andere Formate veranstaltet. Den Gästen ist es auf diese Weise möglich, sich ein ganz individuelles Programm zusammenzustellen und sich auf unterschiedlichste Art und Weise über die Münchner Stiftungslandschaft zu informieren. Mit an Bord sind beispielsweise die Welthungerhilfe, die Siemens Stiftung, die HORIZONT – Jutta Speidel-Stiftung, die Tribute to Bambi Stiftung oder die Stahlgruber Stiftung. Erlesene Namen also, deren Aktivitäten nun einer breiten Öffentlichkeit präsentiert werden.

Welche Erwartungen verbindet München mit dem MSF? Es dürfte vermutlich ein Versuch sein, einen der stiftungsstärksten Standorte in Deutschland auch als solchen zu zeigen und das Label des dynamischsten aller deutschen Epizentren rund um gemeinnütziges Engagement der Bundeshauptstadt nicht kampflos zu überlassen.

Andererseits kann es für die Stadt auch einen Aufbruch bedeuten. Gerade in München ist jede Menge Kapital vorhanden, das manchmal aber den rechten Weg zur maximalen Wirkung sucht. Insofern bietet der MSF eine Chance, die Stoßkraft künftiger bürgerschaftlicher Anstrengungen zu erhöhen. Nicht zuletzt ist es für viele Münchner vielleicht die erste Gelegenheit, konkrete Ideen für eigenes gemeinnütziges Engagement zu bekommen. München ist bekannt für die Wies‘n als informelle Kontaktmesse, die BAUMA als Netzwerkmesse für Baufahrzeugkolosse und die EXPO Real an den Schmelztiegel für die Zusammenkunft von Immobilienexperten und Kapital. Dass München aber auch ein äußerst lebendiger Stiftungsstandort ist, blieb bisher eher im Verborgenen. Wie gesagt, bisher.

Wir freuen uns daher auf eine abwechslungsreiche Woche, oder um mit Mörike zu sprechen: Frühling, ja Du bist’s!, Dich hab ich vernommen!

Weitere Informationen

Allgemein: www.muenchnerstiftungsfruehling.de.
Kontakt Projektbüro: julia.landgrebe@muenchner.de

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