28.02.2018 | Von Die Stiftung

Essener Tafel und Stadt Essen gründen einen „Runden Tisch“

Ein „Runder Tisch“ solle dazu beitragen, dass Lösungsansätze erarbeitet werden, damit die Essener Tafel ihre Zielgruppen bestmöglich erreicht. Im Fokus stehen demnach ganz besonders Alleinerziehende, Familien mit minderjährigen Kindern und Seniorinnen und Senioren.

Essener Tafel
In Deutschland leben Millionen Menschen in Armut oder sind unmittelbar von ihr bedroht. Die Tafeln – wie hier auf dem Bild in Berlin – versuchen, Betroffen den Alltag etwas zu erleichtern. Das führte nun zu Konflikten bei der Essener Tafel. Foto: Dagmar Schwelle / Tafel Deutschland e.V.

In einer gemeinsamen Presseerklärung der Essener Tafel e.V., dem Landesverband der Tafeln in Nordrhein-Westfalen, der Tafel Deutschland e.V. und der Stadt Essen gaben die Verantwortlichen gestern bekannt, dass die aktuellen Probleme gemeinsam analysiert und erste Lösungsansätze beraten wurden. Unter der Moderation des Sozialdezernenten der Stadt Essen lädt dieser kurzfristig zu einem „Runden Tisch“ mit der Essener Tafel, den Essener Wohlfahrtsverbänden und Vertretern des Verbundes der Essener Migrantenselbstorganisationen ein, so das Ergebnis der Beratung.

Zielgruppe der Essener Tafel

Der „Runde Tisch“ solle dazu beitragen, dass Lösungsansätze erarbeitet werden, damit die Essener Tafel ihre Zielgruppen bestmöglich erreicht. Laut der gemeinsamen Presseerklärung herrsche unter den Beteiligten Einigkeit darüber, dass im Fokus der Essener Tafel ganz besonders Alleinerziehende, Familien mit minderjährigen Kindern und Seniorinnen und Senioren stehen.

Vorausgegangen war eine bundesweite Diskussion in die sich auch Bundeskanzlerin Angela Merkel eingeschaltet hatte, nachdem die Essener Tafel erklärt hatte, keine Ausländer mehr als Neukunden aufzunehmen. Begründet wurde dies mit einem schleichenden Veränderungsprozess von älteren Kunden und alleinerziehenden Müttern hin zu einem gestiegenen Anteil an Migranten.

Die Beteiligten zeigen sich zuversichtlich, dass durch die Kooperation mit den Teilnehmenden am „Runden Tisch“ gemeinsam zu tragfähige Lösungen für die Zukunft der wichtigen Arbeit der Ehrenamtlichen bei der Essener Tafel erarbeitet werden könne.

www.tafel.de

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