19.03.2013 | Von Die Stiftung

Klassik versus Jazz

Nabiel Michael Elsissi hat im Seidl-Zimmer des Künstlerhauses einen schweren Stand. Immer wieder erklingt Jazz aus dem Nachbarraum, der musikalisch so gar nicht zum Anliegen seiner Treuhandstiftung passt. Auch konkurrieren so viele Veranstaltungen miteinander, dass nur eine Hand voll Besucher zum Vortrag gekommen ist. Jene wenigen dürfen den Geschäftsführer einer Veranstaltungsagentur erleben, dessen große Vision in greifbare Nähe gerückt ist.

Legendäre alte Opernauführungen aus den 1960er bis 1980er Jahren so originalgetreu wie möglich zu rekonstruieren, ist das Ziel der im Mai 2012 gegründeten Stiftung für Oper und Konzert. „Diese Inszenierungen konnten mit einer nie dagewesenen Farbenpracht aufwarten“, schwärmt der Stifter. Um seinen Zuhörern einen Eindruck davon zu vermitteln, präsentiert er Bilder und Videoaufzeichnungen von Giuseppi Verdis „La Traviata“, Gioacchino Rossinis „La Cenerentola“ und Richard Strauss‘ „Rosenkavalier“. Da es Elsissi vor kurzem gelang, ein Förderer-Ehepaar zu finden, das zu umfangreichen Zuwendungen bereit ist, plant der Stifter die Aufführung einer rekonstruierten „La Traviata“ im Jahr 2018.

Doch nicht nur deshalb verlassen die Zuhörer den Raum mit einem guten Gefühl. Da die Konkurrenz beim anschließenden Gewinnspiel nicht groß ist, bekommt jeder von ihnen Freikarten für die nächste Aufführung von Elsissis Veranstaltungsagentur Vita e Voce: eine konzertante Opernaufführung von Gaetano Donizettis Lucia di Lammermoor im Juli in der Philaharmonie am Gasteig.

Gregor Jungheim

Stiftung für Oper und Konzert

info@operundkonzert.org

www.vitaevoce.com

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