25.02.2019 | Von Martina Benz

Münchner Stiftungsfrühling: „Es geht um Lebensqualität“

Lebensqualität, bezahlbarer Wohnraum, eine intakte Umwelt – kurz: ein nachhaltiges Miteinander. Das sind die Ziele der Bürgerstiftung München. Der Münchner Stiftungsfrühling bietet Vorständin Carmen Paul die Chance, dieses Engagement der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Münchner Stiftungsfrühling
Die Bürgerstiftung München hat sich die Förderung einer nachhaltigen Stadtentwicklung auf die Fahnen geschrieben und präsentiert beim Münchner Stiftungsfrühling ihr Engagement. Foto: Daniel Tibi / pixelio.de

Der Münchner Stiftungsfrühling (MSF) 2019 steht vor der Tür. Wie beteiligt sich die Bürgerstiftung München daran?
Carmen Paul: Wie es dem Charme einer Bürgerstiftung entspricht, bieten wir eine breite Palette an Programmpunkten: von einem Vortrag über die Arbeit der Bürgerstiftung, über eine Mitmachaktion bis hin zu einem „Fair-Fashion-Rundgang“ am Gärtnerplatzviertel. Außerdem sind wir Mitglied im Beirat des Münchner Stiftungsfrühlings.

Wieso engagieren Sie sich beim MSF?
Paul: Der MSF ist eine tolle Chance für Bürgerinnen und Bürger, etwas mehr über Stiftungen und deren Arbeit zu erfahren. Viele wissen nicht, was Stiftungen eigentlich leisten. Und das obwohl viele Bildungs- und Sozialprojekte, aber auch Initiativen in anderen Bereichen, die den Münchnern zugute kommen, ohne die 1.200 Stiftungen, die in München aktiv sind,  nicht umgesetzt werden könnten.

Carmen Paul ist eine von zwei geschäftsführenden Vorständinnen der Bürgerstiftung München, die sich am Münchner Stiftungsfrühling beteiligt. Foto: Robert Haas

Ein Ziel der Bürgerstiftung ist die nachhaltige Entwicklung der Stadtgesellschaft. Was ist darunter zu verstehen?
Paul: 2015 verabschiedete die internationale Staatengemeinschaft 17 Nachhaltigkeitsziele. Diese Ziele machen die große Bandbreite und Vielfalt sichtbar, die der Begriff Nachhaltigkeit umfasst. Nachhaltige Entwicklung bedeutet, sich diesen Zielen immer mehr zu nähern. Dabei geht es um Lebensqualität, soziales Miteinander, um Freiräume und eine intakte Umwelt, um bezahlbaren Wohnraum und Mobilität und vieles mehr.

Wie verfolgen Sie als Bürgerstiftung das Ziel der Nachhaltigkeit konkret?
Paul: Als Bürgerstiftung sehen wir unsere Aufgabe darin, engagierte Menschen in München dabei zu unterstützen, sich mit ihren Organisationen oder Projekten für diese Ziele einzusetzen. Wir fördern und vernetzen daher ökologisch, ökonomisch und sozial nachhaltige Projekte. Zusätzlich initiieren wir auch eigene Projekte und suchen dafür Partner.

 Worauf liegt dabei Ihr Hauptaugenmerk?
Paul: Momentan ist unser Fokus Bildung, nachhaltiger Konsum und Klimaschutz. Außerdem bauen wir Partnerschaften zur Erreichung der Ziele auf.

Welche Rolle können Stiftungen im Allgemeinen spielen, um die Nachhaltigkeit in ihrer Stadt zu fördern?
Paul: Sie können dazu beitragen, dass die Nachhaltigkeitsziele bekannter werden, einzelne Projekte fördern und umsetzen sowie Dialog und Kooperation anregen.

Und was kann der einzelne Bürger tun?
Paul: Wir können als Bürger unser eigenes Ernährung-, Konsum- und Freizeitverhalten überdenken und uns in Projekten und Organisationen, die die Nachhaltigkeit fördern, engagieren.


Vom 23. bis 29. März 2019 präsentieren  beim Münchner Stiftungsfrühling die Stiftungen der bayrischen Landeshauptstadt ihr Engagement.

Zum Thema „Bezahlbarer Wohnraum“ bietet die Friedrich-Ebert-Stiftung am 23. März außerdem eine Ausstellung an.

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