18.03.2013 | Von Die Stiftung

Plädoyer für die Kunst

„Kunst und Kultur sind unverzichtbar“, so der Präsident der Bayerischen Theaterakademie Prof. Klaus Zehelein. Das wurde nach einer flammenden Rede des ehemaligen Intendanten der Stuttgarter Staatsoper auch den rund 30 Teilnehmern an der Führung durch das Prinzregententheater und die angeschlossene Bayerische Theaterakademie klar. Gemeinsam mit der Richard Stury Stiftung lud das traditionsreiche Haus in die eigenen Räumlichkeiten ein. Die 2002 von der Schwiegertochter des berühmten Münchner Hofschauspielers Richard Stury gegründete Stiftung hat sich der Förderung junger, im Theater tätiger, Künstler verschrieben. Akademie und Stiftung verbindet eine enge Zusammenarbeit: Die Stiftung vergibt Stipendien an Studenten der Theaterakademie. Diese Stipendien existieren seit 2009 und sie laufen jeweils zwei Jahre lang.

Foto: Tobias KarowDarüber, welche wechselvolle Geschichte das, in den letzten beiden Kriegen unbeschadet gebliebene, Prinzregententheater hat, informierte die Besucher Thomas Koch, Direktor Kommunikation der Theaterakademie, während der fast zweistündigen Führung. So rettete August Everding 1993 das Theater mittels Bürgerbegehren und privaten Geldern davor einem Parkplatz weichen zu müssen. Er schuf daraus eine Ausbildungsstätte, die mittlerweile 240 Studenten die Möglichkeit bietet sich in acht verschiedenen Berufen aus dem Theaterbereich ausbilden zu lassen. Damit ist die Bayerische Theaterakademie die größte Ausbildungsstätte für Theaterberufe in Deutschland. Sofern das Prinzregententheater nicht für Eigenproduktionen genutzt wird, vermietet die Theaterakademie das Haus an Konzertveranstalter. Aus dem Erlös der Vermietungen werden etwa 20% des Gesamtbudgets der Akademie finanziert. Großen Anklang fanden neben der Begehung des beeindruckenden Zuschauerraums mit seinen 1.100 Plätzen natürlich die Begehung der Bühne selbst, sowie der Blick hinter die Kulissen auf die sogenannte Hinterbühne. Als dann noch der kurze Besuch einer Probe für die abends stattfindende Produktion „Trust“ mit Studenten des vierten Jahrgangs Schauspiel möglich war, blieb den Gästen nicht mehr viel zu wünschen übrig. Gemäß dem Motto „Theater ist Kommunikation“, das Prof. Zehelein ihnen vorher mitgegeben hatte, entschwanden die 30 Besucher plaudernd in den Nachmittag.

Jennifer E. Muhr

Richard Stury Stiftung
info@richard-stury-stiftung.de

Artikel teilen