19.02.2013 | Von Die Stiftung

„Wenn Kinder wieder gesund werden, ist das einfach das Größte“

DIE STIFTUNG: Sie kommen aus einer Teamsportart. Wie wichtig ist Teamgeist im Stiftungswesen?
Gerald Asamoah:
Teamgeist ist im Leben immer von Bedeutung. Gemeinsam kann man viel mehr bewegen als alleine. Deshalb ist es enorm wichtig möglichst viele Menschen auf seinem Weg mitzunehmen.

DIE STIFTUNG: Was will Ihre Stiftung erreichen und wie verfolgt sie diesen Zweck?
Asamoah:
Ich will mit meiner Stiftung dafür sorgen, dass Kinder nicht mehr ihr Leben lang unter Herzkrankheiten leiden müssen. Deshalb unterstütze ich ausgewählte Projekte, beispielsweise Forschungsprogramme sowie nationale und internationale Hilfsprojekte.

Quelle: Gerald Asamoah Stiftung für herzkranke KinderDIE STIFTUNG: Welche Erfahrung als Stifter möchten Sie nicht missen?
Asamoah:
Dieses Kinderlächeln wenn man helfen konnte. Ich erinnere mich noch an ein junges Mädchen aus Ghana, dass wir nach Hannover gebracht haben, damit sie dort operiert werden konnte. Das Lächeln danach und die Umarmung die sie mir geschenkt hat, das werde ich nie vergessen. Wenn Kinder wieder gesund werden, ist das einfach das Größte, das haut einen um. Der Kontakt zu dem Mädchen ist übrigens immer noch da und wir sehen uns ab und zu wenn ich in Ghana bin.

DIE STIFTUNG: Ist es für Sie eine soziale Verpflichtung Ihren Status als Prominenter für den guten Zweck zu nutzen?
Asamoah:
Ich habe in meinem Leben viel Glück gehabt und weiß, dass es ein Privileg ist, dieses Leben führen zu dürfen. Deshalb ist es mir wichtig, der Gesellschaft auch wieder etwas zurückzugeben. Ich bin mir aber auch meiner Vorbildfunktion bewusst und will deshalb mit gutem Beispiel vorangehen und alle ermutigen, sich für den guten Zweck zu engagieren. Auch kleine Beiträge helfen, so kann jeder im Rahmen seiner Möglichkeiten die Welt ein Stück besser machen.

DIE STIFTUNG: Und was ist ihr derzeit wichtigstes Stiftungsprojekt?
Asamoah:
Mein ganz persönlicher Wunsch ist es, langfristig in Accra (Ghana) ein Kinderherzzentrum zu gründen, das dort den ärmsten Familien hilft und Hoffnung gibt.

DIE STIFTUNG: Das ist ein wunderbares Vorhaben. Wir wünschen Ihnen natürlich alles Gute dafür.

Das Interview führte Jennifer E. Muhr

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