05.03.2015 | Von Die Stiftung

„Wir wollen zeigen wozu Kinder und Jugendliche fähig sind, wenn sie gefördert werden“

DIE STIFTUNG: Bitte beschreiben Sie kurz, den Zweck Ihrer Stiftung.
Frank Enzmann: Wir wollen, dass alle Kinder und Jugendliche unabhängig von ihrer Herkunft gute Bildungs- und Lebenschancen haben und fördern deshalb zahlreiche und meist ganz unterschiedliche Bildungsprojekte im Großraum München. Ein besonderes Anliegen unserer Stifterin ist die musische Bildung; hier vergeben wir auch Stipendien an Studenten der Musikhochschule. Wir bleiben aber nicht bei der Förderung stehen sondern engagieren uns auch in und für Netzwerke, die sich gesellschaftlichen Herausforderungen stellen und zu einer Lösung beitragen wollen.

DIE STIFTUNG: Was genau ist Ihr Beitrag zum Münchner StiftungsFrühling?
Enzmann: Wir zeigen unsere Stiftungsarbeit: Wir bieten ausgewählten Förderprojekten, die sich auch mit künstlerischer Bildung befassen, eine Bühne und stellen die Arbeit von BiNet vor, einem Netzwerk der Münchner Bildungsstiftungen, das wir federführend mitgegründet haben, und laden in der Musikhochschule zu einem Konzert unserer Stipendiaten ein.

„Startklar in den Beruf“ von Hilfe von Mensch zu Mensch hilft jungen Flüchtlingen ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern.
„Startklar in den Beruf“ von Hilfe von Mensch zu Mensch hilft jungen Flüchtlingen ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern.

DIE STIFTUNG: Warum haben Sie sich gerade dafür entschieden, was versprechen Sie sich von Ihrem Beitrag?
Enzmann: Wir möchten nicht die Stiftung zeigen, sondern was man mit den Mittel einer Stiftung wie der unseren erreichen kann. Hauptziel ist es deutlich zu machen zu welchen Leistungen Kinder und Jugendliche fähig sind, wenn sie gefördert werden und ihnen etwas zugetraut wird. Ähnliches gilt für unsere Musik-Stipendiaten.

DIE STIFTUNG: Waren Sie schon beim letzten Stiftungsfrühling dabei? Worauf freuen Sie sich bei diesem Stiftungsfrühling besonders?
Enzmann: Ja, das waren wir. München hat so viele Stiftungen, die hervorragende und vielfältige Arbeit leisten. Der Stiftungsfrühling ist eine sehr gute Möglichkeit, neue Stiftungen kennenzulernen und bestehende Kontakte aufzufrischen. Und ganz besonders freuen wir uns darauf, das Bildungsnetzwerk BiNet zum ersten Mal öffentlich zu präsentieren, gewonnene Arbeitsergebnisse vorzustellen und mit Interessierten zu diskutieren.

DIE STIFTUNG: Was erhoffen Sie sich langfristig von Ihrem Engagement?
Enzmann: Stiftungen stehen mehr denn je vor großen Herausforderungen. Während die Zinserträge immer geringer ausfallen, steigt die Anzahl der Förderanträge kontinuierlich. Wenn wir weiter gut arbeiten wollen, müssen wir uns vernetzen und neue Formen der Zusammenarbeit erproben. Sich kennen zu lernen ist ein erster Schritt und dafür bietet der Stiftungsfrühling die ideale Plattform. Aber natürlich geht es auch darum, die Arbeit der Stiftungen und ihre Funktion innerhalb einer Stadtgesellschaft öffentlich sichtbar zu machen und neue Stiftungen anzuregen.

DIE STIFTUNG: Danke für das sehr informative Gespräch und gutes Gelingen für die Zukunft!

Das Interview führte Jennifer E. Muhr.

enzmann2Frank Enzmann leitet die Förderaktivitäten der Castringius Kinder & Jugend-Stiftung und trägt als Vorsitzender des Stiftungsvorstands die juristische Verantwortung für alle Aktivitäten der Stiftung. Gleichzeitig ist er Geschäftsführer der Castringius Unternehmensgruppe.

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