29.01.2014 | Von Die Stiftung

E-Bilanz: Übermitlungspflichten für steuerbegünstigte Körperschaften

Gemeinnützige Körperschaften konnten sich im Hinblick auf die großzügige Übergangsfrist bis 2015 bislang entspannt zurücklehnen, wenn es um die Erstellung einer E-Bilanz ging.

Gemeinnützige Körperschaften konnten sich im Hinblick auf die großzügige Übergangsfrist bis 2015 bislang entspannt zurücklehnen, wenn es um die Erstellung einer E-Bilanz ging. Das am 19. Dezember 2013 erschienene Schreiben des Bundesfinanzministeriums (BMF) erinnert jedoch daran, dass sich nun zumindest auch diejenigen steuerbegünstigten Körperschaften, die einen steuerpflichtigen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb unterhalten, damit auseinandersetzen müssen.

Sofern diese Organisationen bilanzieren (Ermittlung des Gewinns gemäß § 4 Abs. 1 oder § 5 des Einkommensteuergesetzes) und die Einnahmen aus steuerpflichtigen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieben 35.000 EUR übersteigen, so ist für Wirtschaftsjahre, die nach dem 31. Dezember 2014 beginnen, verpflichtend ein Datensatz für den steuerpflichtigen Teilbereich aufzustellen und zu übermitteln.

Für die Übermittlung sieht das BMF-Schreiben zwei Möglichkeiten vor. Entweder kann für den steuerpflichtigen Teilbereich eine gesondert aufgestellte Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung übersandt werden. In der Regel erstellen gemeinnützige Körperschaften jedoch lediglich eine Gesamtbilanz und ermitteln den Gewinn des steuerpflichtigen wirtschaftlichen Geschäftsbetriebs in einer Nebenrechnung. Das BMF-Schreiben gestattet daher auch, nur diese Rechnung zu übermitteln, was bislang ungewiss war. Mit konkreteren Angaben ist voraussichtlich im Frühsommer 2014 zu rechnen.

www.esteuer.de

SauerDr. Jörg Sauer ist Rechtsanwalt und Steuerberater bei Ebner Stolz Mönning Bachem in Stuttgart. Sein Tätigkeitsschwerpunkt liegt in der umfassenden steuerlichen und rechtlichen Beratung gemeinnütziger Stiftungen sowie Familienstiftungen.

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