26.07.2013 | Von Die Stiftung

Fürst zu Ysenburg darf Stiftungsvorsitz vorerst behalten

Wolfgang Ernst Fürst zu Ysenburg und Büdingen darf nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Gießen bis zum 31. Dezember Vorsitzender des Vorstands der Stiftung „Präsenz Büdingen“ bleiben. Er dürfe vorerst „weiter agieren“, sagte die Sprecherin des Verwaltungsgerichts, Sabine Dörr, am Mittwoch dem Evangelischen Pressedienst. Das Gericht begründete seine Entscheidung damit, dass die Frage der Rechtmäßigkeit der Abberufung im Hauptsacheverfahren noch näher geprüft werden müsse (AZ: 8 L 1146/13.GI).

Bei der Entscheidung wurde berücksichtigt, „dass die Stiftung einen handlungsfähigen Vorstand benötigt“. Man wolle ihm die Gelegenheit geben, „eine geordnete Nachfolge zu regeln und gegebenenfalls freiwillig den Vorsitz der Stiftung niederzulegen“, so Dörr. Für den verbleibenden Zeitraum sei eine hinreichende Kontrolle im Vorstand durch das weitere Vorstandsmitglied, einen Rechtsanwalt, gesichert.

Das Regierungspräsidium Darmstadt hatte dem Fürsten Mitte Juni den Vorsitz der Stiftung mit „sofortiger Wirkung“ entzogen. Dem Eilantrag des Fürsten gegen seine Abberufung gab das Verwaltungsgericht nun teilweise statt. Das ihm vorgeworfene Fehlverhalten bedürfe noch weiterer Aufklärung, was Einzelheiten und Relevanz angehe. Das könne nur im Hauptsacheverfahren geleistet werden. Für dieses Verfahren sei „noch kein Termin bestimmt“, sagte Dörr. Die Entscheidung ist noch nicht rechtskräftig. Die Beteiligten können dagegen binnen zwei Wochen Beschwerde beim Hessischen Verwaltungsgerichtshof in Kassel einlegen.

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