03.10.2016 | Von Die Stiftung

Stiften – oder lieber nicht?

Stifter befassen sich aus sehr verschiedenen Motiven mit einer Stiftungserrichtung. Häufig geht allem voran der Wunsch des Stifters, der Gesellschaft etwas zurück zu geben, seinen Namen zu verewigen oder über eine Stiftung ein bestimmtes persönliches und soziales Anliegen zu fördern und umzusetzen. Jedoch stellt eine Stiftung nicht immer die geeignete Lösung für die Umsetzung der angedachten Ideen dar.

Stifter befassen sich aus sehr verschiedenen Motiven mit einer Stiftungserrichtung. Häufig geht allem voran der Wunsch des Stifters, der Gesellschaft etwas zurück zu geben, seinen Namen zu verewigen oder über eine Stiftung ein bestimmtes persönliches und soziales Anliegen zu fördern und umzusetzen. Jedoch stellt eine Stiftung nicht immer die geeignete Lösung für die Umsetzung der angedachten Ideen dar.
Von Jan Jungclaussen

 

Was ist eine Stiftung?
Eine Stiftung ist eine verselbstständigte Vermögensmasse, die aus den mit der Vermögensanlage erzielten Erträgen ihren Stiftungszweck verfolgt. Sie wird für die Ewigkeit errichtet. Dies setzt zunächst voraus, dass der Stifter bereit ist, Ertrag bringende Vermögenswerte in ausreichendem Umfang auf die Stiftung zu übertragen. Das können sowohl finanzielle Mittel, als auch Immobilien oder Firmenanteile sein. Wichtig ist, dass eine Stiftung nur errichtet wird, wenn sie bereits bei der Gründung oder später über ausreichend Kapital verfügt, um ihre Zwecke dauerhaft verwirklichen zu können.

Stiftung gründenDie Stiftung wird von ihrem Stiftungsvorstand als Organ verwaltet. Daneben wird meist ein Stiftungsrat eingerichtet, um eine gegenseitige Kontrolle zur ermöglichen. Allein diese beiden Gremien können direkt auf die Organisation einwirken. Da die Neubesetzung der Organe auf Dauer gewährleistet sein muss, ergibt sich hier ein weiteres Argument für eine ausreichende Kapitalausstattung. Sonst ist die Neubesetzung nach dem Tod des Stifters bei kleinen Stiftungen unmöglich, da zumeist auch für die Tätigkeit in Gremien eine angemessene Vergütung erwartet wird. Mit der Anerkennung der Stiftung und der Vermögensübertragung endet der Einfluss des Stifters. Die Stiftung unterliegt darüber hinaus der staatlichen Stiftungsaufsicht.

Die Gemeinnützigkeit bringt einer Stiftung umfassende Steuervorteile. Für das auf die Stiftung übertragene Vermögen können Zuwendungsbestätigungen ausgestellt werden und die von der Stiftung erzielten Erträge bei der Vermögensanlage werden nicht besteuert. Das Stiftungsvermögen ist jedoch dauerhaft gemeinnützig gebunden. Bei einer Stiftungsauflösung muss sichergestellt sein, dass das Vermögen durch einen Dritten gemeinnützig verwendet wird. Keinesfalls darf es zu einem Rückfluss in das Privatvermögen des Spenders kommen. Durch die Übertragung auf eine gemeinnützige Stiftung (wie auch bei den unten dargestellten drei Alternativen) gibt der Stifter das Vermögen endgültig weg.

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