Der Gründungspräsident von Green Cross International (GCI), Michail Gorbatschow, hat den grünliberalen Zürcher Nationalrat Martin Bäumle, scharf angegriffen. Gemäß der Luzerner Zeitung habe er Bäumles Machtübernahme als interimistischen Präsidenten in einem Brief Ende vergangener Woche als „brutalen und durchtriebenen Angriff“ bezeichnet.

Der Gründungspräsident von Green Cross International (GCI), Michail Gorbatschow, hat den grünliberalen Zürcher Nationalrat Martin Bäumle, scharf angegriffen. Gemäß der Luzerner Zeitung habe er Bäumles Machtübernahme als interimistischen Präsidenten in einem Brief Ende vergangener Woche als „brutalen und durchtriebenen Angriff“ bezeichnet. Die Wahl halte dem Gesetz nicht stand und die Führungsebene der Schweizer Sektion von GCI wolle somit eigene Fehler bezüglich des Einsatzes von Spendengeldern vertuschen. Bäumle wolle die internationale Organisation übernehmen und habe deshalb bewusst Gelder zurückgehalten.

Der ehemalige Präsident der Sowjetunion gibt die Schuld für die finanzielle Krise von GCI einem Bericht der Blick-Gruppe zufolge der Schweizer Sektion unter Führung Bäumles. Dieser war vor einigen Wochen von GCI vorgeworfen worden, einen Teil ihres Mitgliederbeitrags zurückgehalten zu haben. Durch den zusätzlichen Ausfall weiterer Zahlungen, unter anderem der amerikanischen und der italienischen Sektion, sei GCI so gut wie insolvent, so das Tagblatt Mitte Februar. Im Zuge dieser Konflikte war Gründungspräsident und Friedensnobelpreisträger Michail Gorbatschow aus Protest zurückgetreten. Weitere Personen der Führungsebene taten es ihm gleich. Bäumle war daraufhin interimistisch zum Vorsitzenden gewählt worden. Er soll das Amt bis zur Generalversammlung im Herbst 2017 innehaben, die finanzielle Sanierung der Organisation in Angriff nehmen und die Generalversammlung vorbereiten, so die Luzerner Zeitung Ende Februar. Das Organisationskapital von GCI betrage minus 1,7 Millionen Franken und Bäumle wolle in erster Instanz die administrativen Kosten senken. Die Überschuldung solle bis 2018 abgebaut werden, um ab 2019 wieder zusätzliche Projekte von nationalen Green-Cross-Organisationen unterstützen zu können.

Green Cross International wurde 1993 gegründet, hat ihren Sitz in Genf und ist mit nationalen Sektionen in 30 Ländern vertreten. Die Organisation widmet sich der Bewältigung von Folgeschäden aus Industriekatastrophen wie Tschernobyl, der Kriegsprävention sowie der Sanierung von militärischen Altlasten, beispielsweise aus der Zeit des Kalten Krieges.

www.gcint.org

 

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