Unterhaltung, Gratis-Angebote und Infotainment bringen Reichweite und Werbegelder, der klassische Informationsjournalismus verliert. Damit verdrängt die Reichweite die Qualität. Das sind nur einige der Ergebnisse im fünften „Jahrbuch Qualität der Medien – Schweiz Suisse Svizzera“, das die Stiftung Öffentlichkeit und Gesellschaft finanziert.

Unterhaltung, Gratis-Angebote und Infotainment bringen Reichweite und Werbegelder, der klassische Informationsjournalismus verliert. Damit verdrängt die Reichweite die Qualität. Das sind nur einige der Ergebnisse im fünften „Jahrbuch Qualität der Medien – Schweiz Suisse Svizzera“, das die Stiftung Öffentlichkeit und Gesellschaft finanziert.

Während die Gratiskultur die Kaufbereitschaft für Informationsjournalismus in der Schweiz gesenkt hat, wird Unterhaltung durch die Kaufbereitschaft des Publikums gestützt. Dieser Trend lässt sich auch innerhalb des Informationsjournalismus beobachten: Gratisangebote on- und offline, die auf rasch konsumierbares Infotainment setzen, weisen mit Abstand die größten Reichweiten auf, werden mit überdurchschnittlich hohen Werbeeinnahmen belohnt und verdrängen dadurch die Kaufangebote mit klassischem Informationsjournalismus. Diese Entwicklung wird durch den wachsenden mobilen Medienkonsum verstärkt. Unterwegs werden wenig anspruchsvolle Medieninhalte bevorzugt, was durch die Social Networks weiter verstärkt wird. Annähernd drei Viertel der im Jahr 2013 viral am meisten verbreiteten Beiträge sind Softnewsbeiträge. Zudem weisen jene Newssites die größten Zugriffsraten aus den Social Networks auf, die auf Infotainment setzen.

www.oeffentlichkeit.ch

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