06.11.2017 | Von Die Stiftung

Mehr digitale Spenden in der Schweiz

Eine neue Studie hat das Spendenverhalten in der Schweiz untersucht. Dabei wurde der Fokus vor allem auf die Rolle digitaler Zahlungsmittel gelegt. Diese werden in der Eidgenossenschaft immer wichtiger, auch wenn ihr Anteil am Gesamtvolumen noch recht gering ist.

Mehr digitale Spenden in der Schweiz
Unterstützung im Wandel: Der Anteil an digitalen Spenden steigt. Foto: hazard / pixelio.de

Die Digital Fundraising Studie Schweiz 2017 gibt Auskunft über die Spenden der Schweizer im Jahr 2016. Dabei wird deutlich, dass insbesondere digitale Spenden eine zunehmend große Rolle spielen. Die Studie gibt zum ersten Mal auch Auskunft über Spenden an politische Parteien und Initiativen. Die Daten wurden von Raise Now, einem Online-Anbieter für Fundraising, erhoben. Die Studie erfasst insgesamt 187 Organisationen aus der Schweiz, welche 2016 über diese Plattform ihre Spenden bezogen haben. Lediglich für die Berechnung des Anteils der online getätigten Zuwendungen am Gesamtspendenvolumen, wurden die Digitalspenden den Kennzahlen aus den veröffentlichten Finanz- und Jahresberichten von 20 Organisationen gegenübergestellt.

Digitale Spenden im Aufwind

Im Vergleich zu 2015 wuchsen die digitalen Spenden hiernach um zehn Prozent. Damit haben digitale Spenden einen Marktanteil von 2,81 Prozent am gesamten Spendenvolumen von 230 Millionen Franken. Aufgrund dieser Zahlen erkennt man, dass sich der Trend der vergangenen Jahre fortsetzt, wenn auch nicht mehr ganz so stark. 2015 stieg der Anteil digitaler Spenden bereits um 14 Prozent an.

Anteil digitaler Spenden
Anteil digitaler Spenden. Quelle: RaiseNow

Umfang der Studie erweitert

Als neue Kategorie wurden 2016 „Politische Kampagnen und Initiativen“ eingeführt. Folglich gab es eine Erhöhung der Gesamtzahl an Spenden. Der mittlere Betrag einer Online-Spende stieg im Vergleich zu 2014 von 115 Franken auf 133 Franken. Insgesamt unterstützten die Schweizer ihre politischen Interessenvertreter im Vergleich zu anderen Spendenempfängern finanziell jedoch am geringsten. Lediglich 76 Franken wurden im Durchschnitt für politische Kampagnen und Initiativen gespendet. Die größten Zuwendungen gab es für Projekte im Bereich Behinderung, Erkrankung und Gesundheit. Hier betrug die durchschnittliche Spende 147 Franken.

Als Zahlungsmittel für Spenden wurden am häufigsten übrigens Kreditkarten und das „Post Finance“-Verfahren verwendet. Mit dem Zahlungsdienstleister PayPal wurden lediglich 2,36 Prozent des jährlichen Spendenvolumens abgewickelt.

Weihnachtszeit als Zeit des Gebens?

Doch wann wird im Jahr am meisten gespendet? Mit dem Öffnen des ersten Kalendertürchens im Adventskalender gingen bisher auch immer die Spenden nach oben. Im Dezember 2016 wurde der größte Anteil im Jahr gespendet. 21,86 Prozent der jährlichen Spenden entfielen auf diesen Monat. Einen Ausreißer gab es im Oktober: Hurrikan Matthew sorgte durch hohe Zerstörung für einen vergleichsweise starken Anstieg der Spenden im Vergleich zum Vorjahr.

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