Die Werner-Alfred-Selo-Stiftung aus dem schweizerischen Zug will mit einer humorvollen Kampagne der Tabuisierung psychischer Erkrankungen entgegentreten. So finden sich ab heute im gesamten Kanton Zug große Bodenkleber in Weiß und Lila mit der Aufschrift „Ich bin am Boden. Bei Klebern kann das sein. Bei Menschen auch.“ Daneben tragen einige Abfallkübel die Sätze „Mir geht’s dreckig. Bei Kübeln kann das sein. Bei Menschen auch.“ Ähnliche Wortspiele sind auch auf Servietten, Untersetzern, Postkarten und Plakaten abgedruckt. Darunter findet sich ein Appell, über psychische Erkrankungen nicht zu schweigen.

„Psychische Krankheit unterliegt immer noch einem großen Tabu“, so die Einschätzung von Präsidentin Marylou Selo. „Und unser Ziel ist es, dieses Tabu zu brechen, damit psychische Krankheiten früher erkannt, Betroffene weniger diskriminiert und Suizide verhindert werden“, fügt Stiftungs-Geschäftsführerin Noemi Deak hinzu. Nach Angaben der Stiftung sterben in der Schweiz täglich vier Menschen durch Suizid – weit mehr als durch Verkehrsunfälle. Und fast jeder Zweite leide im Laufe seines Lebens einmal an einer psychischen Erkrankung.

Die Kampagne ist auf fünf Jahre angelegt und das bisher größte Projekt in der 20-jährigen Geschichte der Organisation. Weitere Kantone haben bereits ihr Interesse an einer Teilnahme bekundet. Das gesamte Material kann auf der Website der Stiftung kostenlos heruntergeladen oder bestellt werden.

www.kein-tabu.ch

Aktuelle Beiträge

Alles Wichtige für Entscheider aus dem Stiftungswesen - Kompetent und unabhängig - Jeden Monat neu
NEWSLETTER KOSTENLOS ABONNIEREN
Alles Wichtige für Entscheider aus dem Stiftungswesen - Kompetent und unabhängig - Jeden Monat neu
NEWSLETTER KOSTENLOS ABONNIEREN