DIE STIFTUNG: Stiftungen und Alternative Investments – passt das?
Helmut A. Freitag: Wenn es sich nicht um Standartlösungen handelt, sondern Alternative Investments auf die Bedürfnisse und Anforderungen von Stiftungen abgestimmt sind unbedingt! Es ist für die meisten Stiftungen zwingend notwendig über den Horizont hinauszublicken.

DIE STIFTUNG: Worin liegt der Nutzen alternativer Investmentlösungen?
Freitag: Kluge alternative Investments sind eine gute Beimischung zu den bestehenden Investments. Durch die geringe Korrelation und in der Regel vertraglich vereinbarte Auszahlungen, Renditen und Laufzeiten sind alternative Investments planbar und unabhängig von Aktien- und Rentenmärkten. Viele namhafte Stiftungen, die über den „Tellerrand“ geschaut haben, konnten Stabilität in ihr Depot bringen, Schwankungen ausgleichen und dank alternativer Investments ihren Stiftungszweck weitestgehend erfüllen.

DIE STIFTUNG: Wie lautet Ihre Lösung, Stiftungen im aktuellen Niedrigzinsumfeld zu helfen?
Freitag: Die Dolphin Direct bietet Stiftungen aktuell ein Nachrangdarlehen (entspricht bereits heute den Anforderungen des KAG‘s), ein Schuldscheindarlehen und einen SICAV-Fonds nach Luxemburger Recht. Hierdurch erhalten Stiftungen Investitionsalternativen mit kurzen Laufzeiten und über dem Markt liegende Zinszahlungen von 5%-8%, verbunden mit größtmöglicher Sicherheit.

DIE STIFTUNG: Wie schaffen wir es, Stiftungen für Alternatives zu begeistern?
Freitag: Indem wir einfache, verständliche und transparente Investments bieten, die auf die Wünsche und Bedürfnisse von Stiftungen eingehen. Eine bedeutende Rolle hierbei spielen Sicherheit und Kalkulierbarkeit.

DIE STIFTUNG: Wenn jetzt die ersten Banken Negativzinsen für Einlagen verlangen, ist dann nicht höchste Zeit zum Handeln?
Freitag: Unabhängig von den ersten Banken die Negativzinsen verlangen, besteht das Problem von zu niedrigen Zinspapieren für viele Stiftungen schon länger und wird nach Meinung von den meisten Analysten noch bis mindestens Ende 2016 vorhanden sein. Ich bin mir deshalb sicher, dass verantwortungsvoll handelnde Stiftungen schon seit geraumer Zeit nach Alternativen suchen. Jedoch fehlt vielen der Mut, die Anlagerichtlinien, das Knowhow oder schlicht und ergreifend die „richtigen“, alternativen Angebote. Wir sollten aber nicht dazu neigen Aktien, Rentenpapiere und Festgeldanlagen zu verdammen. Sie gehören in jedes gut strukturierte Depot, sind beim jetzigen Marktumfeld jedoch nicht ausreichend um den Stiftungszweck zu erfüllen. Damit Stiftungen ihren Verpflichtungen nachkommen können, sind alternative Investments ein wesentlicher Baustein um durchschnittliche Renditen zwischen 5-6% zu erzielen.

DIE STIFTUNG: Herr Freitag, vielen Dank für das Gespräch.

Das Interview führte Tobias M. Karow.

 

Autosave-File vom d-lab2/3 der AgfaPhoto GmbHHelmut A. Freitag ist Geschäftsführer der Dolphin Direct (einem Tochterunternehmen von Dolphin Capital) und verantwortet die Corporate Development Aktivitäten für die Bereiche institutionelle und semiinstitutionelle Investoren einschließlich der deutschen Stiftungen.

 

Tipp: Helmut A. Freitag wird als Diskutant an einem der sechs Roundtables während der Zürcher StiftungsDialogen am 26. November teilnehmen.

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