Die Stiftung Sportmuseum Schweiz geht in Liquidation und wird aufgelöst. Aufgrund fehlender Unterstützung der öffentlichen Hand sei die Fähigkeit zur Fortführung der Stiftungstätigkeit nicht mehr gegeben, teilte der Stiftungsrat mit.

„Swiss Olympic, das Bundesamt für Sport, das Bundesamt für Kultur und die Kantone Basel-Stadt (Gründer) und Basel-Landschaft anerkennen die gesellschaftliche Relevanz der Sportgeschichte und -kultur sowie die Notwendigkeit zum Erhalt des Sport-Vermächtnisses der Schweiz mit seinen materiellen und immateriellen Kulturgütern“, teilte das Schweizer Sportmuseum in einer Pressemitteilung mit. Jedoch würden sie die Stiftung Sportmuseum Schweiz nicht als das geeignete Gefäss zur Weiterführung dieser Aufgabe erachten und deshalb – abgesehen von Swiss Olympic – keine finanzielle Unterstützung  leisten. Die öffentliche Hand empfiehlt somit die Auflösung der Stiftung oder nimmt sie zumindest in Kauf.

„Nach eingehender Prüfung aller Handlungsalternativen ist der Stiftungsrat zum Schluss gekommen, dass die Fähigkeit zur Fortführung der Stiftungstätigkeit ohne entsprechende Unterstützung kurz- und langfristig nicht mehr gegeben ist“, liess die Stiftung verlauten. Die Stiftung werde deshalb liquidiert und, wie dies in der Stiftungsurkunde vorgesehen ist, das Stiftungsvermögen an Swiss Olympic übertragen. Somit geht auch die Sammlung der Schweizer Sportgeschichte an Swiss Olympic, letztere wird entscheiden, was damit geschehen soll. Der Wert der gesamten Sammlung könne auf etwa 15 bis 20 Millionen Schweizer Franken beziffert werden, so die Basler Zeitung, das Museum bewahre über 12’000 Objekte, 200’000 Bilder, 150 Laufmeter Aktenarchive und 11’000 Bücher, Zeitungen und Zeitschriften.

Dass das Sportmuseum liquidiert wird, ist für die Basler Zeitung keine Überraschung: es „dribbelt seit Jahren dem finanziellen Abgrund entlang“. Das Problem sei, „dass der Bund zwar einen Beitrag zahlte, sich aber nicht verantwortlich fühlt. Und die beiden Basel waren zwar wichtige Träger des Museums, halten dieses aber für eine eigentlich nationale, nicht kantonale Angelegenheit.“

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