In der Stiftung des Winterthurer Immobilien-Königs Bruno Stefanini gibt es Ärger: Der Stiftungsrat will laut Medienberichten verhindern, dass Angehörige des dementen Stifters Plätze im Stiftungsrat bekommen.

In der Stiftung des Winterthurer Immobilien-Königs Bruno Stefanini gibt es Ärger: Der Stiftungsrat will laut Medienberichten verhindern, dass Angehörige des dementen Stifters Plätze im Stiftungsrat bekommen.

Ein Passus, wonach stets ein Familienmitglied im Stiftungsrat sein müsse, solle vom sechsköpfigen Stiftungsrat gekippt werden. Diese Veränderung wurde ohne die Unterschrift des schwer dementen Stiftungsratspräsidenten Stefanini angestoßen. Zudem war bei der Entscheidung die Kuratorin nicht anwesend, obwohl die Stiftungsstatuten Einstimmigkeit verlangen. Sie trat zurück und warf dem Stiftungsrat mangelnde Ethik und Moral vor.

Tochter und Sohn von Stefanini hatten im Dezember 2013 beim Stiftungsrat und bei der Eidgenössischen Stiftungsaufsicht Aufnahme in den Stiftungsrat beantragt. Über die erwähnte Statutenänderung wurde die Tochter Stefaninis erst Anfang des Jahres unterrichtet. Dies obwohl die Statuten eine Anhörung der beiden Kinder verlangen. Die Familie hegt den Verdacht, dass der Stiftungsrat die Demenz Stefaninis ausnutzt, um dessen Firmenimperium unter seine Kontrolle zu bringen.

Bruno Stefaninis Stiftung für Kunst, Kultur und Geschichte (SKKG) gehört zu den wichtigsten Sammlungen von Schweizer Kunst. Der Wert wird auf über 1 Mrd. CHF geschätzt.

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