Alzheimer-Promotionsstipendien an Lis de Weerd von der Ludwig-Maximilians-Universität München und Wiebke Mohr von der Universität Greifswald

Um den wissenschaftlichen Nachwuchs auf dem Gebiet der Demenz-Forschung in Deutschland zu fördern, vergibt die Frankfurter Hans und Ilse Breuer-Stiftung seit 2006 bis zu drei Promotionsstipendien jährlich. 2020 erfolgte die Ausschreibung erstmals in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE). Die Stiftung ist der Empfehlung des Scientific Advisory Boards gefolgt und hat die Alzheimer-Promotionsstipendien 2021 an Lis de Weerd (*1994 in Voorburg, Niederlande) von der Ludwig-Maximilians-Universität München, Lehrstuhl für Stoffwechselbiochemie (Grundlagenforschung), und Wiebke Mohr (*1990 in Hamburg) von der Universität Greifswald, AG Translationale Versorgungsforschung vergeben. Ein bereits laufendes Stipendium wurde um ein weiteres Jahr verlängert.

Die Doktoranden werden für den Zeitraum von 01.01.2021 bis 31.12.2023 mit monatlich 2.300 EUR gefördert. Das Stipendium wird nicht mehr an den Doktoranden selbst, sondern als Drittmittel an die DZNE-Arbeitsgruppe des betreuenden Doktorvaters, in dessen Team der Doktorand forscht, ausgezahlt. Das hat den Vorteil, dass die Stipendiaten einen Vertrag mit dem DZNE erhalten, damit sozialversichert sind und in ihrer späteren wissenschaftlichen Laufbahn keine systemischen Nachteile zu befürchten haben. Auch können sie dadurch alle Leistungen des DZNE für Mitarbeiter (z.B. Kinderbetreuung) in Anspruch nehmen.

Die Bewerbung war möglich für Promotionsvorhaben, die an einem der zehn Standorte des Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) durchgeführt werden und die sich der Erforschung, Linderung und Heilung der Alzheimer-Krankheit oder ähnlicher Alterserkrankungen widmen. Mögliche Themengebiete umfassen die Grundlagenforschung, klinische Forschung und Versorgungsforschung einschließlich der Entwicklung innovativer Versorgungskonzepte.

Das DZNE erforscht sämtliche Aspekte neurodegenerativer Erkrankungen wie z.B. der Alzheimer-Erkrankung, um neue Ansätze der Prävention, Therapie und Patientenversorgung zu entwickeln. Mit seinen zehn über ganz Deutschland verteilten Standorten bündelt es die gesammelte Expertise seiner 1200 Mitarbeiter innerhalb einer Forschungsorganisation. Das Zentrum ist Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft und kooperiert auf nationaler und internationaler Ebene eng mit Universitäten, Universitätskliniken und anderen Institutionen.

Die vom Land Hessen als “Stiftung des Jahres 2016” ausgezeichnete Hans und Ilse Breuer-Stiftung hat es sich seit ihrer Gründung im Jahr 2000 zur Aufgabe gemacht, die Lebenssituation von Demenzkranken und ihren Angehörigen zu verbessern. Die gemeinnützige Einrichtung mit Sitz in Frankfurt am Main engagiert sich einerseits mit dem eigenen Demenzzentrum “StattHaus Offenbach” in der Betroffenenhilfe und fördert andererseits die wissenschaftliche Grundlagenforschung zu Demenz. Seit 2006 hat die Stiftung bereits 30 Stipendien an den wissenschaftlichen Nachwuchs vergeben. Ebenfalls seit 2006 verleiht die Stiftung den mit 100.000 Euro dotierten Alzheimer-Forschungspreis, mit dem bislang 19 Preisträger gewürdigt wurden.

Die Verleihung erfolgt traditionell im Rahmen einer wissenschaftlichen Fachveranstaltung wie beispielsweise dem Eibsee-Meeting, einem renommierten Alzheimer-Kongress, der rund um das Kuratoriumsmitglied der Stiftung, Prof. Christian Haass von der Ludwig-Maximilians-Universität München, Experten aus der ganzen Welt zusammenbringt, und der von der Hans und Ilse Breuer-Stiftung in
Kooperation mit dem Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) und dem Excellenzcluster SyNergy ausgerichtet und finanziert wird. Ebenso förderte die Stiftung 2020 den 19. Kongress des Deutschen Netzwerks Versorgungsforschung.

Weitere Informationen zur Hans und Ilse-Breuer-Stiftung auf der Website: www.breuerstiftung.de und zum Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE): www.dzne.de

Quelle

http://www.breuerstiftung.de
Diese Pressemitteilung wurde eingestellt von: Uli Kuhn, Hans und Ilse Breuer-Stiftung

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