12.03.2020 | Von Stiftungsfenster

Humanitärer Bedarf steigt in ganz Syrien – Lage dramatisch

Seit Ende 2019 richtet sich die internationale Aufmerksamkeit mit Fokus auf Syrien vor allem auf die westsyrische Provinz Idlib.

Das Stiftungsfenster gibt Stiftungen die Möglichkeit, über ihre Projekte zu berichten. Die Pressemitteilungen werden von den Stiftungen eingereicht und nicht redaktionell bearbeitet.

„Es darf jedoch nicht aus dem Blick geraten, dass die humanitäre Lage im ganzen Land zusehends dramatischer wird. Es beginnt das zehnte Jahr eines Konflikts, dessen Folgen schwer auf der Bevölkerung lasten und weiter einen hohen Tribut von ihr fordern. Deshalb appellieren wir weiter mit Nachdruck an alle Konfliktparteien, das humanitäre Völkerrecht zu wahren, die Zivilbevölkerung zu schützen und den Zugang zu humanitärer Hilfe sicherzustellen“, sagt Christian Reuter, Generalsekretär des Deutschen Roten Kreuzes (DRK).

In vielen Teilen Syriens fehle es an der Grundversorgung mit Wasser, Lebensmitteln, medizinischen Leistungen und Unterkünften. Die Infrastruktur sei vielerorts zerstört, die Hälfte der Gesundheitseinrichtungen außer Betrieb, sagt Reuter. „Viele Kinder können keine Schule besuchen und der Anteil der Bevölkerung, der unterhalb der Armutsgrenze lebt, wächst stetig: schon 2015 waren es schätzungsweise über 80 Prozent. Seit letztem Jahr sind die Lebensmittelpreise um mindestens 60 Prozent gestiegen“, erklärt der DRK-Generalsekretär. So müsse ein Arbeiter im Monat mehr als Dreiviertel seines Einkommens aufbringen, um eine Versorgung mit Grundnahrungsmitteln sicherzustellen. Laut UN-Angaben sind derzeit über 11 Millionen Menschen in Syrien auf humanitäre Hilfe angewiesen. Die wiederholte Vertreibung großer Teile der Bevölkerung, der eklatante Währungsverfall und die weitreichende Zerstörung landwirtschaftlicher Infrastruktur haben die Wirtschaft des Landes stark geschwächt.

Das Deutsche Rote Kreuz engagiert sich seit 2012 in Syrien und unterstützt seine Schwestergesellschaft, den Syrischen Arabischen Roten Halbmond (SARC), insbesondere durch die Bereitstellung von Hilfsgütern und die Unterstützung der humanitären Logistik für ganz Syrien.

Die Pressestelle vermittelt Medien gerne Interviews mit DRK-Experten.

Der Berliner Schauspieler und DRK-Botschafter Ludwig Trepte war vor Kurzem in Syrien, um die dortige Arbeit des DRK und des SARC kennenzulernen. Auch mit ihm vermitteln wir gerne Gespräche zu seinen Eindrücken und Erfahrungen.

Weitere Informationen zum DRK-Engagement in Syrien unter:
www.drk.de/hilfe-weltweit/wo-wir-helfen/nahost/syrien/

Quelle

https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/drk-humanitaerer-bedarf-steigt-in-ganz-syrien-lage-dramatisch/
Diese Pressemitteilung wurde eingestellt von: Lucy Schweingruber, Deutsches Rotes Kreuz e.V.

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