Wissenschaftlich begleitetes Projekt soll Angehörigen und Pflegediensten ein noch effektiveres und effizienteres Alltagsinstrument bieten

In selbstverwalteten ambulant betreuten Demenz-Wohngemeinschaften spielen die Koordination und Dokumentation von Abläufen, Aktivitäten und weiteren Alltagsthemen zentrale Rollen. Mit den webbasierten Informations- und Kommunikationsplattformen DOSIS und Smart INFODOQ hatte die Hans und Ilse Breuer-Stiftung – die im Demenzzentrum StattHaus Offenbach selbst eine Demenz-WG initiiert und aufgebaut hat – bereits zwei innovative Modellprojekte erfolgreich auf den Weg gebracht und umgesetzt. Finanziell gefördert wurden beide Projekte vom Hessischen Ministerium für Soziales und Integration und den Pflegekassen. Für die Entwicklung von „INFODOQ MOBILE“ erhält die Stiftung seitens des Ministeriums und den Krankenkassen für weitere zwei Jahre Fördermittel zur Verfügung gestellt.

Als die Demenz-WG im StattHaus Offenbach im November 2014 bezogen wurde, lag den Initiatoren ein Thema besonders am Herzen: gelingende Kommunikation, insbesondere zwischen den Akteuren, die tagtäglich zum Wohlergehen der WG-Mieter beitragen. Es sollte von Anfang an dafür Sorge getragen werden, dass Abstimmungsprozesse, beispielsweise zwischen Angehörigen und Mitarbeitern des Pflegedienstes, transparent ablaufen und wichtige Informationen bei den Personengruppen ankommen, die sie benötigen. Die sogenannte „Zettelwirtschaft“ oder Gespräche zwischen Tür und Angel, bei denen wichtige Absprachen verloren gehen könnten, sollten von Beginn an vermieden werden.

Bereits DOSIS fand in der StattHaus-WG rege Anwendung. Besonders die Kalenderfunktion mit Terminen und eine digitale „Pinnwand“ fanden großen Anklang. Mit der Zeit wurde jedoch immer deutlicher, dass einige Kommunikationstools weiter ausgebaut werden sollten. Zudem hatten die Angehörigen, insbesondere jene, die weiter weg wohnen, großes Interesse daran, mehr Einblick in das alltägliche Geschehen der WG zu erhalten. Somit entstand die Idee, die Betreuungsarbeit ebenfalls auf dieser Plattform zu dokumentieren. Vor diesem Hintergrund startete Ende 2017 das Nachfolgemodell Smart INFODOQ.

Oberste Priorität bei der Planung, Konzeption und Implementierung von INFODOQ Mobile besteht darin, dass die Benutzer (Angehörige, Pflegedienstmitarbeiter, Vermieter, ehrenamtliche Helfer etc.) mit der Applikation problemlos und intuitiv umgehen können und dass sie bei der Organisation einen elementaren Nutzen bringt: mehr „Qualitätszeit“ und damit Lebensqualität für Menschen mit Demenz. Als Test-WGs haben sich die WG im StattHaus Offenbach sowie eine selbstverwaltete Demenz-WG in Marburg zur Verfügung gestellt.

Bei der Umsetzung und wissenschaftlichen Analyse der neuen Betreuungs- und Organisations-App wird die Hans und Ilse Breuer-Stiftung als Träger des Projekts von ihrem langjährigen Kooperationspartner, der Hochschule RheinMain, Fachbereich Design Informatik Medien, unter der Leitung von Prof. Dr. Ludger Martin, begleitet.

Für weitere Informationen steht Maren Ewald unter der Telefonnummer 069 / 2030 5546 oder per E-Mail an m.ewald@breuerstiftung.de zur Verfügung.

Quelle

http://www.breuerstiftung.de/
Diese Pressemitteilung wurde eingestellt von: Uli Kuhn, Hans und Ilse Breuer-Stiftung

Aktuelle Beiträge

Alles Wichtige für Entscheider aus dem Stiftungswesen - Kompetent und unabhängig - Jeden Monat neu
NEWSLETTER KOSTENLOS ABONNIEREN
Alles Wichtige für Entscheider aus dem Stiftungswesen - Kompetent und unabhängig - Jeden Monat neu
NEWSLETTER KOSTENLOS ABONNIEREN