09.07.2020 | Von Stiftungsfenster

Verleihung des Franziska-Braun-Preises an der TU Darmstadt

Das Berufsbild der Ingenieurin erlebbar machen: Der mit 25.000 Euro dotierte Franziska-Braun-Preis geht an das Konzept „Konsekutive Schülerinnen-Projekttage“.

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Die Frage, wie man Schülerinnen früh noch stärker für MINT-Fächern begeistern kann, und damit die Anzahl der späteren Akademikerinnen in den Studiengängen erhöhen kann, haben sich auch die Gleichstellungsbeauftragten des Fachbereichs Elektrotechnik und Informationstechnik (etit) an der TU Darmstadt gestellt, und ein praxisorientiertes Konzept für konsekutive Schülerinnen-Projekttage erarbeitet. Damit haben sie jetzt den mit 25.000 Euro dotierten Franziska-Braun-Preis gewonnen, der von der Carlo und Karin Giersch-Stiftung an der TU Darmstadt verliehen wird.

Das Projekt basiert auf der Idee, die schulischen Programme und Aktionen in den klassischen MINT-Fächern bereits in der Sekundarstufe I anzusiedeln, denn eine Analyse des bisherigen Angebots zeigt: viele schulbegleitende Workshops starten erst in der Sekundarstufe II, wenn bereits persönliche Interessen gefestigt sein könnten. So können technisch interessierte Schülerinnen früh angesprochen und gleichzeitig das Berufsbild der Ingenieurin hervorgehoben werden.
Am gestrigen Dienstag erhielt das Gleichstellungsteam für das Konzept den Franziska-Braun-Preis, der mit 25.000 Euro prämiert ist. Die Vergabefeier fand im kleinen Rahmen an der TU Darmstadt statt. An dem Projekt haben unter anderem Anna Pfendler und ihre Kollegin Ann-Kathrin Seifert gearbeitet: Pfendler promoviert über Auswirkungen erneuerbarer Energien auf die Stabilität des Stromnetzes, Seifert forscht im Bereich Signalverarbeitung für medizinische Anwendungen. Beide sind Gleichstellungsbeauftragte und machen sich stark für ihre Arbeit am Fachbereich.
Der Erfolg der Workshops lässt sich sehen und macht Hoffnung: Die Nachfrage ist hoch und die Anzahl der Teilnehmerinnen steigt. Bereits in der Vergangenheit wurden die Projekttage erfolgreich durchgeführt, weshalb das Angebot stetig ausgebaut werden soll. Denn mit dem Engagement können nicht nur Lerninhalte in der Praxis angewendet, sondern auch ein langfristiger Kontakt zu Schülerinnen und Bildungseinrichtungen aufgebaut werden. Eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten.
Die Carlo und Karin Giersch-Stiftung an der TU Darmstadt vergibt alle zwei Jahre den Franziska-Braun-Preis, der mit 25.000 Euro dotiert ist und als Auszeichnung innovativer Gleichstellungsansätze gilt. Der Preis wurde nach der Studentin Franziska Braun benannt, die 1908 als erste Studentin an der Hochschule Darmstadt immatrikuliert war. Im Mittelpunkt stehen Akademikerinnen, die nachahmenswerte Modelle und innovative Ideen erarbeiten, um Frauen für die Forschung und Lehre an der TU Darmstadt zu gewinnen. Ein Beirat zur Forschungsorientierten Gleichstellung wählt die Preisträgerinnen aus.

CARLO UND KARIN GIERSCH-STIFTUNG AN DER TU DARMSTADT
Das Ehepaar Giersch gründete im Jahr 1990 die Carlo und Karin Giersch-Stiftung an der TU Darmstadt. Die Stiftung vergibt mehrere Preise, finanziert eine Stiftungsprofessur und fördert eine Reihe von weiteren Projekten an der TU Darmstadt.

Weitere Informationen zur Carlo und Karin Giersch-Stiftung finden Sie unter:
www.giersch-stiftung.tu-darmstadt.de

KONTAKT
STIFTUNG GIERSCH
Monika Ostfalk
Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Schaumainkai 81
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mo@stiftung-giersch.de
Telefon: 069 63304-125

Quelle

http://www.stiftung-giersch.de
Diese Pressemitteilung wurde eingestellt von: Monika Ostfalk, STIFTUNG GIERSCH

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