Er begeistert, er provoziert, er fühlt, er kämpft – für seine Ideen, für seine Familie und nicht zuletzt für seine Stiftung. Ein Einblick in das Leben und Gestalten eines Vollzeit-Philanthropen und seine kleine Stiftung „Zukunft schenken! Jean-Dominique Risch“.

Er begeistert, er provoziert, er fühlt, er kämpft – für seine Ideen, für seine Familie und nicht zuletzt für seine Stiftung. Ein Einblick in das Leben und Gestalten eines Vollzeit-Philanthropen und seine kleine Stiftung „Zukunft schenken! Jean-Dominique Risch“.
von Martina Benz

 

„Jetzt bin ich unter Druck.“ Die Lippen zusammengekniffen wendet er seinen brombeerfarbenen VW Caddy mitten auf der Straße und jagt dem Schulbus hinterher. Er, das ist Jean-Dominique Risch, Stifter und Vater, Haus- und Ehemann, ein Mensch, der begeistert, aber auch polarisiert. „Großartig“ ist eines seiner meistgenutzten Worte.

Seine braunen Augen blitzen hinter den Brillengläsern auf und lachen, wenn er mit dem für ihn typischen Enthusiasmus von Dingen spricht, die er toll findet. Von Rom, seiner Familie oder seiner Stiftung. Von den weihnachtlichen Runden in den Straßen seines Heimatortes Oestrich-Winkel, verkleidet als Nikolaus. Von seiner riesigen Buchsammlung, welche einen Großteil der Wände im Wohnzimmer füllt. Oder von Angela Merkel. Auch ihre Art, Politik zu machen, findet er „großartig“. Doch neben Begeisterung spielt Stress eine bedeutende Rolle in seinem Leben. Stress, der entsteht, weil er viel Verantwortung trägt – und diese sehr ernst nimmt.

Jean-Dominique

Bei der Stiftungsarbeit, wie hier auf dem Weihnachtsmarkt, unterstützen ihn seine Frau Tanja und seine Kinder Linus und Marie tatkräftig. Foto: Jean-Dominique Risch

Eine dieser Verantwortungen sitzt in besagtem Schulbus: seine 9-jährige Tochter Marie. Er hatte doch glatt vergessen, dass sie bereits Schule aushat und ohne Schlüssel auf dem Heimweg ist. Denn eine weitere Verantwortung ist die allzeit präsente Stiftung „Zukunft schenken! Jean-Dominique Risch“, die er und seine Frau Tanja 2009 gegründet haben, um in ihrem geliebten Rheingau Kindern Gutes zu tun. Und zwar ganz im „Klein-Klein“, wie er es nennt. Einkaufsgutscheine für alleinerziehende Mütter, Lernpaten für Flüchtlinge und andere Schüler, ein neues Paar Schuhe fürs Kind, wenn die Familie kein Geld dafür hat.

Dabei hilft ihm ein großes Netzwerk im kleinen Ort, den er Zuhause nennt: Oestrich-Winkel mit seinen 11.000 Einwohnern. „Es funktioniert, weil der Rheingau im Grunde ein Dorf ist. Alle Akteure kennen sich“, erklärt er das Vertrauen in die Menschen, mit denen er zusammenarbeitet, in seine „Winkler“ allen voran. 25 Jahre lebt er schon in der Gegend. Aufgewachsen ist er in Mengerskirchen im Westerwald.

Ihm gelingt es, Marie an der Bushaltestelle abzupassen. Und in etwas zu hohem Tempo geht es durch die Weinberge dahin zurück, wo ihr Bus soeben erst losgefahren war: in die Grundschule im Stadtteil Oestrich. Es ist nicht das erste Mal, dass sie bei einem Stiftungstermin dabei ist.

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