1992 kam Joshua Müller in Bremen auf die Welt. Obwohl er dort aufwuchs ist er nicht nur in der Hansestadt verwurzelt. Auch Westafrika ist ein wichtiger Teil seines Lebens und wird das immer sein. Der Grund dafür: sein Vater kommt aus dem Senegal. Nach einem erfolgreichen Abitur, studiert er nun im dritten Semester General Management an der EBS Business School und ist 2-facher Stipendiat. Zum einen unterstützt ihn die Studienstiftung des Deutschen Volkes, zum anderen erhält er das „Gold-Scholarship“ der EBS, das ihm die Studiengebühren erlässt. Solche Förderungen machen es Menschen wie ihm möglich, ihren Traum eines privaten Studiums zu erfüllen, ohne dadurch mit einem Schuldenberg ins Berufsleben zu starten.

Im Gespräch mit Joshua Müller

1992 kam Joshua Müller in Bremen auf die Welt. Obwohl er dort aufwuchs ist er nicht nur in der Hansestadt verwurzelt. Auch Westafrika ist ein wichtiger Teil seines Lebens und wird das immer sein. Der Grund dafür: sein Vater kommt aus dem Senegal. Diese Kultur wurde ihm stets als wertvoll vermittelt und der Kontakt dorthin gepflegt. Nach einem erfolgreichen Abitur, studiert er nun im dritten Semester General Management an der EBS Business School in Oestrich-Winkel, in der Nähe von Wiesbaden, und ist 2-facher Stipendiat. Zum einen unterstützt ihn die Studienstiftung des Deutschen Volkes, zum anderen erhält er das „Gold-Scholarship“ der EBS, das ihm die Studiengebühren erlässt. Solche Förderungen machen es Menschen wie ihm möglich, ihren Traum eines privaten Studiums zu erfüllen, ohne dadurch mit einem Schuldenberg ins Berufsleben zu starten.

Wenn der sympathische, motivierte junge Mann von der Studentenschaft erzählt, spricht er in der ersten Person Plural. Das zeigt wie verbunden er sich seiner Universität fühlt. Wir haben uns mit ihm über seine Erfahrungen und Ambitionen unterhalten und einen Einblick in sein Leben als Student und Stipendiat der EBS erhalten.

 

DIE STIFTUNG: Sie befinden sich gerade mitten in der Prüfungsphase und bewegen sich auf das Ende des Semesters zu. Wie ist es bisher gelaufen?
Joshua Müller: Die Arbeitsbelastung war hoch, was ein gutes Zeitmanagement erforderlich gemacht hat. Das ist hier immer so. Hervorheben möchte ich aber die vielen studentischen Initiativen, in denen man sich an der EBS engagieren kann, denn sie sind für mich eines der Highlights hier. Wir haben unglaublich viele motivierte Studenten. Zwei Mal die Woche fahren wir nach Frankfurt zur Obdachlosenhilfe. Wir holen Backwaren vom Vortag aus dem Rheingau und verteilen diese. Wir gehen zur Lebenshilfe, in Altersheime, geben Nachhilfe für Schüler. Es gibt Kongresse und eine eigenstudentische Unternehmensberatung. Das EBS-Symposium ist der größte studentisch organisierte Wirtschaftskongress. Man kann wirklich seine Nische finden und sich weiterentwickeln.
Eine Zeit lang war ich Studentensprecher, und war so das Bindeglied zwischen den Ressorts und der Studentenschaft, die als Verein organisiert ist. Davor hatte ich mein Hauptaugenmerk auf die Projekte „Studenten helfen“ und „EBS-Invest“ gelegt. Das war alles im ersten und zweiten Semester. Danach übergibt man üblicherweise an die Erstsemester, um sich mehr auf das Studium konzentrieren zu können und weil man dann ins Ausland geht. Ich breche in einem Monat nach Madrid an die IE Business School auf. Darauf freue ich mich schon sehr.

DIE STIFTUNG: Das klingt sehr aktiv und zielstrebig. War es schon immer Ihr Plan einmal zu studieren?
Müller: Meine Mutter ist Sozialpädagogin und die erste aus unserer Familie, die studiert hat. Ich war gut in der Schule und mir wurde bald klar, dass auch ich studieren möchte. 2011 war ich mit dem Parlamentarischen Patenschafts-Programm in den USA. Dabei hat sich für mich herauskristallisiert, dass nach einem sehr guten Abitur ein einschlägiges Studium der richtige Weg für mich ist.

DIE STIFTUNG: Warum haben Sie ein Studium an einer privaten Hochschule gewählt?
Müller: BWL war schon immer eine Leidenschaft von mir. Ich wollte aber nicht einer von vielen sein, Nummer 1.820 an einer x-beliebigen Universität. Auf einer Job-Messe habe ich dann den Bereich der privaten Bildung kennen gelernt. Ich habe mich daraufhin mehr mit der Thematik auseinandergesetzt und mit meiner Mutter alle privaten Unis die in Frage kamen angeschaut. Mein Endziel war es, nach dem Studium gut in die Arbeitswelt zu starten. An der privaten Uni haben sich die Lernatmosphäre, der Kontakt zur Wirtschaft und die Betreuung komplett angefühlt, insbesondere an der EBS.

DIE STIFTUNG: Fühlen Sie sich jetzt auch wohl an der EBS, die einen Ruf als Elite Hochschule mit gewissem Klientel hat?
Müller: Ich würde jedem raten vorbeizukommen und die Grundstimmung auf dem Campus mal zu erleben. Das eine ist das, was man hört, aber sobald man hier ist, sind alle gleich. Der familiäre Hintergrund ist dann zweitrangig. Klar stehen auf dem Parkplatz Autos, die nicht angemessen wirken für Studenten und das hat Signalwirkung. Aber jeder sollte sich sein eigenes Bild machen. Ich habe hier viele gute Freunde gefunden und die kleinen Gruppen kreieren eine ganz andere Studienatmosphäre, wie man sie auch eher in der Arbeitswelt wiederfindet. Es ist außerdem ein intensives und schnelles Studium, was die Studenten zusammenwachsen lässt. Ich fühle mich sehr wohl hier.

DIE STIFTUNG: Das erklärte Ziel der EBS Universität ist es, unabhängig von der wirtschaftlichen Situation den Zugang zum Studium zu ermöglichen. Wäre das Studium für Sie auch ohne das Stipendium möglich gewesen?
Müller: Auf keinen Fall. Das wäre ohne Unterstützung nicht realisierbar gewesen. Ich hätte natürlich einen Kredit aufnehmen können aber ich wollte private Bildung nur dann in Anspruch nehmen, wenn ich nicht mit einem riesen Berg Schulden rausgehen würde. Es muss sich ja auch lohnen und am Anfang konnte ich mir noch nicht sicher sein, wie hoch der Mehrwert wirklich sein würde. Außerdem wollte ich nicht, dass meine Familie auf finanzielle Weise belastet wird.

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