Nur wenige Stiftungen in Deutschland kämpfen explizit gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit. Und sie sind noch lange nicht am Ziel, obwohl die Debatte mittlerweile in Gesellschaft und Politik angekommen ist. Was macht ihre Arbeit so schwer?

Warum die Mohrenstraße in Ber­lin wirklich so heißt, weiß kei­ner so ganz genau. Dennoch wurde der Name der Straße zum Politi­kum. In Gedenken an den in Minneapolis getöteten Afroamerikaner George Floyd wurde Anfang Juni das Wort „Mohren“ an der U-Bahn-Haltestelle mit einem Pla­kat mit der Aufschrift „George-Floyd“ umbenannt. Die Berliner Verkehrsbetrie­be hatten mit Aufbrausen der öffentli­chen Debatte vorgeschlagen, den Na­men der Haltestelle zu ändern. Nicht zu Ehren des Ermordeten, sondern als Hommage an den russischen Komponis­ten Michail Iwanowitsch Glinka, der 1857 in Berlin verstarb und als Schöpfer einer eigenständigen klassischen Musik Russlands gilt. Mit dem Vorschlag des neuen Namens brach in der Hauptstadt allerdings eine weitere Diskussion aus. Der Komponist soll Antisemit gewesen sein.

Nun soll die Straße nach Anton Wilhelm Amo benannt werden. Er war der erste schwarze Gelehrte an einer deutschen Universität. Was die kuriose Geschichte aber zeigt, ist, dass die Debatte um rassistische Symbole und Namen nicht nur in den Vereinigten Staaten ein Bestandteil im öffentlichen Diskurs geworden ist. Sie ist auch in Deutschland angekommen. Die Auseinandersetzung mit Rassismus sei hierzulande auch bitter nötig, sagt Susanne Krause-Hinrichs. Denn die Aggres­sivität und Gewalt gegenüber Menschen, die anders aussehen, sei in Deutschland in den letzten Jahren schlimmer gewor­den. Krause-Hinrichs ist Geschäftsführe­rin der F.C.-Flick-Stiftung gegen Frem­denfeindlichkeit, Rassismus und Intole­ranz.

Die Stiftung wurde 2001 von dem Un­ternehmer Friedrich Christian Flick in Gedenken an die Opfer und Überleben­den des nationalsozialistischen Terror­regimes gegründet. Die Vorwürfe des an­tisemitischen Denkens sind bei Familie Flicks Vergangenheit deutlich nachvoll­ziehbarer als beim Komponisten Glinka. Friedrich Christian Flicks Großvater Friedrich Flick wurde im Rahmen der Nürnberger Nachfolgeprozesse im De­zember 1947 zu sieben Jahren Haft ver­urteilt. Das Gericht hielt ihn unter ande­rem der Sklavenarbeit für schuldig. Er kam im Frühjahr 1950 frei.

Öl ins Feuer

Krause-Hinrichs erklärt sich die Zunah­me an Gewaltbereitschaft und Ressenti­ments gegenüber Andersaussehenden mit einer Welt, die im Umbruch ist und somit Verunsicherungen mit sich bringt. „Wenn Menschen Angst um ihr Eigen­tum, Wohl, Standing in der Gesellschaft haben, projizieren sie ihre schlechte Lage oft auf andere.“ Die aufkommende Migrationskrise habe Öl ins Feuer gegos­sen. Mit einem Ausgang, der zu erwarten war. „Es ist urmenschlich, dass man sich besser fühlt, wenn man sich gegenüber anderen erhebt“, sagt sie.

Anetta Kahane ist Geschäftsführerin der Amadeu-Antonio-Stiftung, die 1998 gegründet wurde und 73 hauptamtliche Mitarbeiter beschäftigt. Foto: Amadeu-Antonio-Stiftung

Es gibt einen weiteren Grund für die Zunahme des Rassismus in Deutsch­land: 75 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs gehen Erschütterungen und Erkenntnisse aus dieser Zeit verloren. Mit der Digitalisierung und den Vernet­zungsmöglichkeiten im Internet finden Gleichgesinnte in extremen politischen Richtungen einfacher zueinander als frü­her. Zudem habe die AfD rechtes Gedan­kengut an der Wahlurne salonfähig ge­macht. „Die Stimmen der Menschen ha­ben sich vor der Gründung auf andere Parteien verteilt, oder sie haben nicht an den Wahlen teilgenommen. Die NPD war den meisten Wählern doch zu extrem,“ sagt Anetta Kahane, Geschäfts­führerin und Mitinitiatorin der Amadeu-Antonio-Stiftung.

Die Amadeu-Antonio-Stiftung wurde 1998 als unselbständige Stiftung unter dem Dach der Forschungsgemeinschaft Modellprojekte gegründet. Schirmherr und Stifter Karl Konrad von der Groeben, ehemaliger Inhaber eines Geträn­keimperiums mit Standorten in Gießen, Mainz und Wiesbaden, stellte das Start­kapital zur Verfügung. Der Stiftungs­zweck ist seitdem die Stärkung der Zivil­gesellschaft gegen Rassismus, Rechtsextremismus und Antisemitismus. Die Stiftung verschreibt sich dem Opfer­schutz und der Opferberatung. Zudem fördert sie Kleininitiativen und Projekte zur Aktivierung der Zivilgesellschaft in Kommunen. Der Name der Stiftung ist Amadeu Antonio Kiowa gewidmet. Der Angolaner wurde im November 1990 von Neonazis in Eberswalde in Brandenburg brutal zusammengeschlagen und starb an den Folgen des Angriffs.

Für Kahane sind die Wahlergebnisse der letzten Jahre und das Phänomen AfD keine Überraschung. „Wir haben in die­sem Bereich schon lange Forschungen betrieben, und die radikalen Tendenzen – vor allem in Ostdeutschland –, die wir gefunden haben, zeigten immer, dass es dort eine Klientel gibt, die bereit ist, Po­sitionen weit rechts von der CDU wahr­zunehmen.“ 20 bis 25 Prozent der ost­deutschen Bevölkerung stünden rechts­extremen Positionen positiv gegenüber, ist seit Jahren ein Ergebnis der Analysen der Stiftung.

Dem Problem sprichwörtlich begegnen

Wie begegnen die Stiftungen Rassismus, Rechtsextremismus oder Antisemitis­mus? Die Antwort liegt in der Frage. Be­gegnung sei der Schlüssel für den Abbau von Furcht und Vorurteilen, sagt Jürgen Micksch, geschäftsführender Vorstand der Stiftung für die internationalen Wo­chen gegen Rassismus (kurz: Stiftung ge­gen Rassismus).

Dieser Ansatz erinnert an das Para­dox der Kriminalitätsfurcht. Die Theorie besagt, dass dort, wo am wenigsten Kri­minalität stattfindet, die Menschen am meisten Angst vor Kriminalität haben. Beim Thema Rassismus und rechtsradi­kalem Gedankengut sei das ähnlich, sagt Micksch.

Die Stiftung für die Internationalen Wochen gegen Rassismus wurde 2014 von Jürgen Micksch mit einem Gründungskapital von 50.000 Euro gegründet. Micksch ist bis heute Geschäftsführer der Stiftung, die sechs Mitarbeiter hat. Foto: Christoph Rau

Unter diesen Vorzeichen plant und koordiniert die Stiftung die jährlichen UN-Wochen gegen Rassismus in Deutsch­land. Die Tage finden immer um den 21. März statt. Eine Anlehnung an das Jahr 1960, in dem in Südafrika das damalige Apartheid-Regime in Sharpeville in der Nähe von Johannesburg bei Protesten 69 Demonstrierende erschoss und min­destens 180 verletzte. In Deutschland wurde der Internationale Tag gegen Ras­sismus das erste Mal im Jahr 1995 vom Interkulturellen Rat in Deutschland e.V. organisiert. Der von Jürgen Micksch ge­gründete Verein rief im Jahr 2014 die Stif­tung ins Leben, der Verein löste sich 2017 auf.

Aus dem Tag gegen Rassismus entwi­ckelten sich die Wochen gegen Rassis­mus. Im vergangenen Jahr wurden in den zwei Wochen 1.850 Veranstaltungen gemeldet. Neben der Organisation des Events fördert und entwickelt die Stif­tung auch Modellprojekte zur Überwin­dung von Rassismus und Ausgrenzung von Minderheiten.

Mit ihrer Arbeit möchte sie die breite Öffentlichkeit in ganz Deutschland an­sprechen, Menschen aus verschiedenen Altersgruppen und gesellschaftlichen Bereichen zusammenbringen. Vor allem auf Orte, in denen es eine Zunahme an rechtsextremistischen Vorfällen gibt, legt die Stiftung ein besonderes Augen­merk. Dresden beispielsweise, wo es laut Micksch eine sehr engagierte ande­re Hälfte der Bevölkerung gebe, die man unterstützen müsse.

Für die F.C.-Flick-Stiftung ist die Ziel­gruppe der Projekte klarer definiert. Ge­fördert werden Kinder und Jugendliche vor allem in den neuen Bundesländern und in Berlin. Die Stiftung legt ihr Augenmerk auf Projekte im kulturellen, sportlichen und pädagogischen Bereich und Jugendaustauschprojekte, vorwie­gend mit den Ländern des östlichen Eu­ropas und Israel.

Die Frage nach dem Impact

Was alle Projekte der Stiftungen eint: Die Messung des Impacts der jeweiligen Projekte ist kaum darstellbar. Keine der drei Stiftungen nutzt eine berechenbare und falsifizierbare Angabe, wie viel Einfluss die Projek­te wirklich auf die deut­sche Gesellschaft haben. Susanne Krause-Hinrichs sagt, die Frage nach der Wirksamkeit sei eine der schwierigsten Fragen über­haupt, wenn es um ihren Stif­tungssektor geht. Sie findet diese Frage sogar gefähr­lich, denn sie setze ein Effizi­enzdenken voraus, das Un­ternehmen an den Tag legten, das sich aber nicht auf Stiftungen und die Gesellschaft über­tragen lasse.

„Wenn die Politik in solchen Fällen nicht hinter unserer Arbeit steht, ist es nicht zu ertragen.“ Anetta Kahane

Anetta Kahane von der Amadeu-Antonio-Stiftung ergänzt, Stiftungsprojekte gegen Rassismus seien noch nicht im Diskurs der Gesellschaft angekommen und des­wegen kaum einzuschätzen. „Irgend­wann schwenkt die Gesellschaft auf un­sere Themen ein“, spricht die Journalis­tin und Autorin aus ihrer langjährigen Erfahrung. Dem sogenannten Overton-Fenster, das beschreibt, welche Themen im öffentlichen Diskurs akzeptiert wer­den und welche nicht, sind die Stiftun­gen oft voraus. Da müsse man hinneh­men, dass man jahrelang im Schatten Aufbauarbeit leisten muss und großflä­chige Unterstützung erst einmal ausblei­be, sagt Kahane weiter.

Dafür sei die Stif­tung umso gefragter, wenn Themen vor der Politik schließlich aufgegriffen und Projektpartner gesucht werden. Das Pro­jekt „Good Gaming – Well Played De­mocracy“ ist ein Beispiel für diese Ent­wicklung. Es greift die zunehmende Poli­tisierung der Videospiel-Netzwerke auf und somit auch die dort durch rechtspo­pulistische und rechtsextreme Akteure geschürte menschenverachtende Stim­mung. Das Monitoring der Stiftung habe gezeigt, dass dieses Problem schon lan­ge Bestand hatte, so Kahane. Jetzt ist diese Debatte im Bundestag angekom­men.

Jürgen Micksch von der Stiftung ge­gen Rassismus verweist auf die Debatte rund um das Wort „Rasse“ und dessen Platz im deutschen Grundgesetz. „Es wäre natürlich ein Meilenstein in der öf­fentlichen Diskussion, wenn das Wort aus dem Gesetzestext gestrichen wer­den würde. Dass das Wort da raus muss, habe ich schon vor Jahrzehnten befür­wortet“, sagt der 79-Jährige.

Die Gefahr der öffentlichen Positionierung

10 Millionen Deutsche Mark waren 2001 das Gründungskapital der F.C.-Flick-Stiftung gegen Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Intoleranz. Susanne Krause-Hinrichs ist die Geschäftsführerin der Stiftung, die drei hauptamtliche Mitarbeiter hat. Foto: Foto-Blumrich

Beide Beispiele zeigen den wunden Punkt bei der Stiftungsarbeit gegen Ras­sismus auf. Die Stiftungen sind abhängig von anderen Instanzen und der öffentli­chen Meinung im Allgemeinen. Wenn es um den Erfolg von Projekten und Ideen geht, zeigt sich, dass das Wohlwollen der Politik über Erfolg oder Misserfolg von Projekten entscheidet. Vor allem auf lokaler Ebene.

Krause-Hinrichs erzählt von einer Initiative in Chemnitz, die eine Fortbil­dung für Erzieher in Sachen Fremden­feindlichkeit zum Ziel hatte. „Ich hatte noch nie einen solchen Shitstorm er­lebt“, sagt die Geschäftsführerin der F.C.-Flick-Stiftung. Der Träger des Projek­tes wurde mit Hassmails überflutet, die Mitarbeiter des Fortbildungsanbieters wurden von Kollegen und gar von Vorge­setzten für ihr Engagement gemobbt. Schockiert habe sie das, blickt die 56-Jährige zurück. Damals stellte sich die Bürgermeisterin hinter das Projekt. Ohne die Solidarität der Politikerin hätte es nicht stattgefunden.

Für Politiker ist eine solche Positio­nierung nicht einfach. Denn auf lokaler Ebene ist die Wählerschaft klein, und die Ermordung des Kassler Regierungsprä­sidenten Walter Lübcke zeigt, dass eine öffentliche Positionierung gefährlich sein kann. „Wenn die Politik in solchen Fällen nicht hinter unserer Arbeit und unseren Projekten steht, ist es nicht zu ertragen“, so Kahane.

Finanzierungssorgen

Dass die Politik so viel Einfluss hat, gehe darauf zurück, dass viele Menschen aus der Bevölkerung die Lösung des Prob­lems „Rassismus“ in der Politik sähen und nicht bei sich selbst, sagt Kahane. Zwar stehe die Zivilgesellschaft bei extremen Fällen wie der Ermordung Lüb­ckes oder dem Anschlag von Hanau – bei dem ein rechtsradikaler Täter zehn Men­schen ermordete – zusammen und for­dere von der Politik eine Positionierung gegen Rechtsextremismus, aber selbst in die Gestaltung und Verantwortung zu gehen, sei nicht wirklich tief bei einzel­nen Mitgliedern der Gesellschaft veran­kert.

Das schlägt sich auch bei der Finan­zierung der Stiftungen nieder. Die F.C.-Flick-Stiftung findet kaum Kleinspender, die aus dem privaten Geldbeutel geben. Die angesetzten Spendenkampagnen verliefen im Sand. Ohne eine Professio­nalisierung in der Ansprache und Orga­nisation solcher Finanzierungsrunden sei der Eigenwille zu spenden in der deutschen Bevölkerung nicht vorhan­den, konstatiert Susanne Krause-Hin­richs. Ein Unterschied beispielsweise zu den Vereinigten Staaten, wo die Philan­thropie im Durchschnitt weiter ins Pri­vatleben eingedrungen ist als hierzulan­de. Die meisten Projekte finanziert die Stiftung aus dem Stiftungsvermögen und den Zuwendungen, die durch die Unter­nehmerfamilie kommen.

Dass sich Unternehmen engagieren, komme selten vor, sagt Anetta Kahane. Es gebe noch kein Gefühl der Dringlich­keit, sich stärker gegen Rassismus zu en­gagieren. „Das Argument, dass Unter­nehmen schlechte Standortfaktoren ha­ben, wenn in der Gemeinde rassistische Tendenzen bekannt sind, zieht leider noch nicht.“

Info


Wie kommt es überhaupt zu Rassismus? Darüber hat DIE STIFTUNG im Interview mit dem Psychologen Mark Terkessidis gesprochen.

Zumindest die Prominenz in Deutsch­land engagiere sich in Sachen Rassismus mehr als früher, sagt Jürgen Micksch. Mit der Kampagne „Prominent gegen Rassismus“ findet seine Stiftung heute größeren Zuspruch. „Am Anfang erhiel­ten wir bei 20 Anfragen eine Zusage“, blickt Micksch zurück. „Heute sagen rund 60 Prozent der angefragten Leute zu.“

Wo sind die Kirchen?

Micksch ist von einer anderen gesell­schaftlichen Institution enttäuscht: den deutschen Glaubensgemeinden. „Die ka­tholische und auch die evangelische Kir­che positionieren sich seit 2015 kaum mehr gegen Rassismus“, sagt der evan­gelische Theologe. Während des starken Anstiegs der Zahl der Asylsuchenden waren viele Gemeinden noch Sprachroh­re gegen Diskriminierung und Fremden­feindlichkeit. Seitdem seien sie still ge­worden, sagt Micksch.

Im Rahmen der Wochen gegen Ras­sismus würden sich beispielsweise 1.700 Moscheen in Deutschland für Gäste an­derer Glaubensgemeinschaften öffnen. Das sei ein wertvolles Projekt, um Vorur­teile abzubauen, sagt der Stiftungsvor­stand. Auf Seiten der beiden großen deutschen Glaubensgemeinschaften la­den im Zuge der Initiative allerdings nicht einmal eine Handvoll Kirchen Per­sönlichkeiten aus anderen Religionen ein. „Eigentlich ist es eine Aufgabe von Kirchen, für die Bekämpfung von Rassis­mus zu sorgen, aber vor allem im ländli­chen Bereich tun sich die Verantwortli­chen schwer, andere Glaubensgemein­schaften einzuladen“, ist Micksch ent­täuscht. Er werde aber nicht müde, wei­ter nachzubohren. Dafür sei die Stif­tungsarbeit ja da.

Ein Mantra, das alle drei Stiftungen an den Tag legen und sogar legen müs­sen. Die Arbeit erfordert viel Geduld und Hartnäckigkeit. „Arbeit gegen Rassismus ist eine Daueraufgabe“, sagt Anetta Kahane. „Es gibt keine Lösung oder ein Programm oder einen Hebel, die das Problem enden lassen.“ Was Hoffnung mache: Die letzten Jahrzehnte habe sich die breite Gesellschaft in die richtige Richtung entwickelt. „In meiner Jugend gab es keine Sensibilität für das Thema Alltagsrassismus in Deutschland,“ sagt die Geschäftsführerin der Amadeu-Anto­nio-Stiftung.

Als „unverbesserliche Optimistin“, wie sich Kahane selbst beschreibt, kön­ne sie dem erhöhten Gewaltpotential und auch dem Aufstieg der AfD etwas Positives abgewinnen. „Diese Dinge zei­gen der Gesellschaft, dass es diese Ten­denzen gibt und man sich mit dem The­ma auseinandersetzen muss.“

Mit Blick auf die Polizeigewalt und die dadurch großflächig entstandenen Black-Lives-Matter-Proteste in den Verei­nigten Staaten erwartet Susanne Krau­se-Hinrichs, dass dadurch auch Projekt­anträge an die F.C.-Flick-Stiftung kom­men werden. Für die Zukunft zeichnet sie ein optimistischeres Bild als in den USA. „Auch in unseren Institutionen gibt es die Bereitschaft für rassistisch moti­vierte Gewalt – wie beispielsweise die Berichterstattung um das rechtsextre­mistische Verhalten im Kommando Spe­zialkräfte (KSK) gezeigt hat –, aber der überwiegende Teil unserer Gesellschaft wird sich in eine gute Richtung entwi­ckeln. Da bin ich sicher.”

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