Eine neue Studie der Bertelsmann Stiftung untersucht das Wahlverhalten im Bezug zu verschiedenen gesellschaftlichen Milieus gemeinsam mit dem Meinungsforschungsinstitut infratest dimap.
Sozial privilegierte Schichten wiesen eine 40% höhere Wahlbeteiligung als schwächere Milieus auf, besonders die Unter- und Mittelschicht machen seltener von ihrem Wahlrecht Gebrauch.

Eine neue Studie der Bertelsmann Stiftung untersucht das Wahlverhalten im Bezug zu verschiedenen gesellschaftlichen Milieus gemeinsam mit dem Meinungsforschungsinstitut infratest dimap.
Sozial privilegierte Schichten wiesen eine 40% höhere Wahlbeteiligung als schwächere Milieus auf, besonders die Unter- und Mittelschicht machen seltener von ihrem Wahlrecht Gebrauch. Das Ergebnis dieser Diskrepanz äußert sich im Wahlergebnis: Mehr als jeder dritte Nichtwähler entstammt einem sozial schwächeren Milieu, welches selbst aber nur 22% aller Wahlbeteiligten stellt. Dies hat eine starke Unterrepräsentierung der sozial benachteiligten Bürger zufolge. Überrepräsentiert sind hingegen das sozial starke liberal-intellektuelle Milieu mit einer Stimmenabgabe von 88%, das konservativ-etablierte Milieu, das Milieu der Performer und das sozialökologische Milieu mit Wahlbeteiligungen zwischen 80 und 83%.
Werte und Einstellungen beeinflussen laut der Studie alle Schichten gleichermaßen. Je stärker ein Milieu sich der Individualisierung, Selbstverwirklichung und experimentellen Neuorientierung verschreibt, desto geringer ist die Wahlbeteiligung.
Die Ergebnisse der Studie basieren auf der Auswertung der 640 repräsentativen Stimmbezirke der ARD-Wahlumfrage im Jahre 2013.

www.bertelsmann-stiftung.de

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