Eine besonders hochkarätig besetzte Diskussionsrunde präsentierte gestern die BW-Bank: Vor rund 400 Besuchern stellten Prof. Götz Werner (dm-Drogeriemärkte), Bettina Gräfin Bernadotte (Lennart-Bernadotte-Stiftung) und Karl Schlecht (Putzmeister) ihr stifterisches Engagement und ebenso ihren Lebensethos vor.

Vorbei sind die Zeiten, in denen zu den Lunchmeetings beim Deutschen StiftungsTag jedes Kreditinstitut die eigene Anlagestrategie bewarb. Wer heute eine solche Kundenbindungsveranstaltung ausrichtet, bemüht sich um ein Programm, das mit dem Rest der Konferenz mithalten kann. Eine besonders hochkarätig besetzte Diskussionsrunde präsentierte gestern die BW-Bank: Vor rund 400 Besuchern stellten Prof. Götz Werner (dm-Drogeriemärkte), Bettina Gräfin Bernadotte (Lennart-Bernadotte-Stiftung) und Karl Schlecht (Putzmeister) ihr stifterisches Engagement und ebenso ihren Lebensethos vor. Auch die Moderation war mit Gundula Gause vom heute-journal kaum weniger prominent besetzt.

Der liebe Gott ist kein Schwabe, so die Überzeugung von Götz Werner. „Die Frage wird daher eines Tages nicht sein, was hast du geschafft, sondern was du mit deinen Fähigkeiten bewirkt hast.“ Entsprechend wichtig ist es dem Drogerieunternehmer, dass Menschen Tätigkeiten ausüben können, für die sie brennen und nicht zwingend den Betrieb ihrer Eltern fortführen. Auch aus diesem Grund habe er sein Unternehmensanteile in eine gemeinnützige Stiftung eingebracht. Nach Werners Überzeugung müsse jeder Mensch, der aktiv werden will, zunächst beschenkt werden, um ohne Existenzsorgen seinen Interessen nachzugehen. Daher gehört der Unternehmer zu den prominentesten Vertretern des bedingungslosen Grundeinkommens.

Gräfin Bernadotte schilderte, dass es auch ein schweres Erbe sei, das Stifterengagement der Eltern fortzuführen. Diese hatten zur Zeit ihrer Geburt die Lennart-Bernadotte-Stiftung gegründet, in deren Eigentum sich die Insel Mainau und das touristische Unternehmen Mainau GmbH befinden. Doch betonte die Adelige, mit wie viel Freude sie sich der Bewahrung der touristischen Attraktion widme.

Auch Karl Schlecht berichtete, dass er sich Tag und Nacht den nach ihm benannten Stiftungen widmen könne: „Wenn man liebt, was man tut, hat man nie Arbeit damit.“ So ist es ihm möglich, viele telefonische Anfragen selbst zu beantworten, anstatt dies an Assistenten zu delegieren – was Moderatorin Gundula Gause bei ihrer Vorbereitung stark imponiert hatte. Auf die Frage nach seinen persönlichen Orientierungspunkten antwortete Karl Schlecht: „Mit diesem Namen muss man viel Gutes tun. Das Gewissen ist dabei der beste Ratgeber… und meine Frau.“

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