Joachim Rogall hat die Geschäftsführung der Robert-Bosch-Stiftung an zwei Nachfolger übergeben. Rogall, bis November 2020 auch Vorsitzender des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen, geht in den Ruhestand.

Seit 1. Juli leiten Sandra Breka und Bernhard Straub die Geschäfte der Robert-Bosch-Stiftung GmbH. Sie folgen auf Prof. Joachim Rogall, der nach Erreichen der Altersgrenze in den Ruhestand gegangen ist, so die Stiftung in einer Pressemitteilung. Auch im Kuratorium gibt es einen Wechsel.

Von Elektroantrieb zur Stiftung

Bernhard Straub (57) kommt von der Robert Bosch GmbH, wo er seit 2014 den Geschäftsbereich Electrical Drives verantwortete. Zuvor war er in verschiedenen Positionen für das Unternehmen tätig gewesen, unter anderem in Indien und Japan. In der neuen Doppelspitze soll er künftig für die Fördergebiete Gesundheit und Bildung sowie die zugehörigen Tochtergesellschaften zuständig sein. Sandra Breka verantwortet das Fördergebiet Globale Fragen, den Bereich Strategische Partnerschaften und die Robert Bosch Academy.

Joachim Rogall war seit 2013 Teil der Geschäftsführung und übernahm 2017 deren Vorsitz. Der habilitierte Historiker arbeitete seit 1996 in der Robert Bosch Stiftung. Vor seinem Eintritt in die Geschäftsführung verantwortete er als Bereichsdirektor Völkerverständigung die Aktivitäten der Stiftung in Mitteleuropa, Südosteuropa, GUS und China. „Joachim Rogall hat die Robert-Bosch-Stiftung in den vergangenen 25 Jahren mit seinem außerordentlichen Engagement und einem beeindruckenden Gespür für gesellschaftlich relevante Themen geprägt. Wir danken ihm sehr herzlich für diesen Einsatz und die Weitsicht, mit der er die Stiftung zukunftsfähig aufgestellt hat“, wird der bisherige Kuratoriumsvorsitzende Christof Bosch zitiert.

Bosch übergibt Kuratoriumsvorsitz an Kübel

Bosch hat am 7. Juli den Vorsitz des Kuratoriums an Christoph Kübel übergeben. Kübel wurde im vergangenen Jahr in den Gesellschafterkreis der Stiftung berufen. Bosch gehört dem Gremium seit 1997 an und hatte 2017 den Vorsitz übernommen. Der Enkel des Stifters und Firmengründers Robert Bosch bleibt weiterhin Mitglied des Kuratoriums. „Mit Christoph Kübel haben wir einen hervorragenden Nachfolger gefunden, der die Stiftung erfolgreich in die Zukunft führen wird. Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit und bin dankbar, dass er diese verantwortungsvolle Aufgabe übernimmt. Das gibt mir die Möglichkeit, mich wieder stärker anderen Themen zu widmen“, sagt Bosch.

Christoph Kübel war bis Ende 2020 Geschäftsführer und Arbeitsdirektor der Robert Bosch GmbH. Darüber hinaus verantwortete er die Bereiche Arbeitssicherheit, Umweltschutz und Nachhaltigkeit, Recht, Compliance Management, interne Revision, Informationssicherheit sowie Datenschutz. Seine mehr als 30-jährige Karriere bei Bosch hatte Kübel 1986 als kaufmännischer Trainee begonnen.

Die Robert-Bosch-Stiftung ist in den Fördergebieten Gesundheit, Bildung und Globale Fragen aktiv. Seit ihrer Gründung hat die Stiftung mehr als 1,9 Milliarden Euro für gemeinnützige Projekte zur Verfügung gestellt.

Aktuelle Beiträge

Damit Stiftungsarbeit langfristig erfolgreich sein kann, sollten Anliegen und finanzielle Mittel in Balance sein.
Sponsored Post
Von der Idee zur Stiftung – ein Erfahrungsbericht mit Empfehlungen Der Wunsch, sich gemeinnützig zu engagieren, ist für viele Stifter der erste Impuls auf dem Weg zur Gründung. Es empfiehlt… weiterlesen
Alles Wichtige für Entscheider aus dem Stiftungswesen - Kompetent und unabhängig - Jeden Monat neu
NEWSLETTER KOSTENLOS ABONNIEREN
Alles Wichtige für Entscheider aus dem Stiftungswesen - Kompetent und unabhängig - Jeden Monat neu
NEWSLETTER KOSTENLOS ABONNIEREN