Die Studie „Sozialmoralische Landkarten engagierter und distanzierter Bürger in Ost- und Westdeutschland“ der Universitäten Hildesheim und Jena untersucht bürgerschaftlichen Engagements, als eine treibende Kraft für sozialen Wandel.

Die Studie „Sozialmoralische Landkarten engagierter und distanzierter Bürger in Ost- und Westdeutschland“ der Universitäten Hildesheim und Jena untersucht bürgerschaftlichen Engagements, als eine treibende Kraft für sozialen Wandel.
Die Forscher untersuchten die Lebensorientierungen und biographischen Entwicklungen von engagierten und distanzierten Bürgern in Deutschland. In einer Langzeitbefragung wurden seit 2001 120 Personen in zwei westdeutschen und zwei ostdeutschen Städten begleitet. In „sozialmoralischen Landkarten” – eine Metapher für die Art und Weise, wie Menschen ihre Wertvorstellung ordnen – zeichnen die Forscher das Engagement oder Nicht-Engagement der Bürger nach.

„Wir können feststellen, dass engagierte Menschen in Ostdeutschland eine praxisorientierte Haltung einnehmen. Die Befragten folgen der Logik des ungefragten Mitmachens“, erklärt Prof. Dr. Michael Corsten, Mitautor der Studie. „Man hilft einander beim Umzug, ist irritiert wenn das nicht geschieht. Man erlebt unmittelbare Wirkung.“ Die befragten Westdeutschen hingegen vertreten eher eine positionierungsorientierte Haltung. Die Befragten nehmen eine politisch reflektierte Haltung ein, setzen auf eine demokratische Organisationsstruktur und prüfen, ob sie mitmachen.

Die Untersuchung ist Teil des DFG-Sonderforschungsbereichs „Gesellschaftliche Entwicklungen nach dem Systemumbruch“.

Michael Beetz / Michael Corsten / Hartmut Rosa / Torsten Winkler
„Was bewegt Deutschland? Sozialmoralische Landkarten engagierter und distanzierter Bürger in Ost- und Westdeutschland“
2014, 394 Seiten, broschiert, 29,95 Euro, ISBN 978-3-7799-2920-8

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