Christa Maar, Gründerin und Geschäftsführerin der Felix-Burda-Stiftung, ist gestorben. Gemeinsam mit ihrem früherem Ehemann Hubert Burda hatte Maar 2001 die Stiftung ins Leben gerufen, um Prävention und Früherkennung von Darmkrebs zu fördern.

Die Felix-Burda-Stiftung trauert um ihre Gründerin und Geschäftsführerin: Christa Maar ist am 4. November im Alter von 83 Jahren gestorben. Maar hatte die Stiftung 2001 gemeinsam mit dem Verleger Hubert Burda gegründet, mit dem sie von 1967 bis 1972 verheiratet war. Zuvor war der gemeinsame, 1967 geborene Sohn Felix an Darmkrebs gestorben. Die Organisation, eine Unterstiftung der Hubert-Burda-Stiftung mit Sitz in München, setzt sich für Prävention und Früherkennung der Krankheit ein. Burda gehört auch Kuratorium und Stiftungsrat an.

Lobbyarbeit für die Prävention

Unter Christa Maars Leitung entstand unter anderem die Kampagne Darmkrebsmonat März – sie erreichte laut Stiftung die Einführung der Vorsorgekoloskopie durch die gesetzlichen Krankenkassen. Maars gesundheitspolitischer Gremienarbeit im Nationalen Krebsplan der Bundesregierung und ihren Lobbyinitiativen seien wichtige Verbesserungen im deutschen Gesundheitssystem zu verdanken, etwa die Einführung des Einladungsverfahren zum Darmkrebsscreening.

In der Nationalen Dekade gegen Krebs des Bundesministeriums für Bildung und Forschung habe sie zuletzt Projekte initiiert, die der Frage nachgehen sollen, warum zunehmend jüngere Menschen an Darmkrebs erkranken. „Ihr Herzensthema war die frühzeitige Identifikation und Vorsorge von Menschen mit familiären Darmkrebs-Risiko. Eine rechtzeitige Anamnese dieses hohen Risikos hätte den Sohn Felix retten können. Mit dem bayerischen Modellprojekt Farkor, dessen Ergebnisse in diesem Jahr vorgestellt wurden, konnte sie einen Prozess evaluieren, der diese Menschen in jüngeren Jahren rettet. Die mögliche Einführung von Farkor in die Regelversorgung wird ihr letztes Vermächtnis bleiben“, so die Stiftung in ihrem Nachruf.

Die promovierte Kunsthistorikerin Maar arbeitete als Drehbuchautorin und Fernseh-Regisseurin. 1988 wurde sie Chefredakteurin der damals in Europa auflagenstärksten Kunstzeitschrift „Pan“ des Burda-Verlags. Im Jahr 1994 gründete sie zusammen mit Hubert Burda die interdisziplinäre Denkfabrik „Akademie zum Dritten Jahrtausend“. Für ihre Verdienste erhielt Christa Maar das Bundesverdienstkreuz (2005) und den Bayerischen Verdienstorden (2011).

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