Die Schulden Deutschlands sind dreimal so hoch wie offiziell angegeben. Dies ist das Ergebnis einer Studie des Freiburger Finanzwissenschaftlers Bernd Raffelhüschen, die im Auftrag der Stiftung Marktwirtschaft angefertigt wurde. Zu den Schulden von Bund, Ländern und Gemeinden, die mit 1,9 Billionen EUR angegeben werden, fügte der Wissenschaftler künftige Sozialkosten wie z.B. Beamten-Pensionen hinzu und kam damit auf mehr als 6 Billionen EUR. Um diese Summe auszugleichen, müsse jeder Bundesbürger bis zu seinem Tod monatlich 279 EUR an den Staat abführen – zusätzlich zu Steuern und Sozialabgaben. Die Folgen der Finanzkrise machen dabei allerdings nur 9 EUR aus. „Wir leben seit Jahrzehnten über unsere Verhältnisse“, beklagte der Ökonom. „Vor allem versprechen wir mehr Sozialleistungen, als wir uns in Zukunft werden leisten können.“

Raffelhüschen ist Mitglied im Vorstand der Stiftung, die als wirtschaftsliberal gilt.

Aktuelle Beiträge

Alles Wichtige für Entscheider aus dem Stiftungswesen - Kompetent und unabhängig - Jeden Monat neu
NEWSLETTER KOSTENLOS ABONNIEREN
Alles Wichtige für Entscheider aus dem Stiftungswesen - Kompetent und unabhängig - Jeden Monat neu
NEWSLETTER KOSTENLOS ABONNIEREN